Fahrerflucht gescheitert
18-Jähriger bietet nach Unfall Schweigegeld

Münster -

Nach einem Unfall an einer Tankstelle wollte ein 18-Jähriger unbemerkt entkommen. Einem Zeugen, dem der Fluchtversuch aufgefallen war, bot der 18-Jährige Schweigegeld an. Denn die Polizei wollte er aus – seiner Sicht – guten Gründen lieber nicht hinzurufen.

Donnerstag, 14.12.2017, 11:12 Uhr

Mit der Polizei wollte ein 18-jähriger Autofahrer lieber nichts zu tun haben.
Mit der Polizei wollte ein 18-jähriger Autofahrer lieber nichts zu tun haben. Foto: dpa

Ein Unfall auf einem Tankstellengelände an der Wilhelmstraße brachte einen 18-Jährigen in der Nacht zu Mittwoch in Bedrängnis. Der junge Mann war nach Angaben der Polizei gegen einen geparkten Anhänger geprallt, so dass sich Auto und Anhänger miteinander verkeilten.

Ein aufmerksamer Zeuge beobachtete, wie der Münsteraner mehrere Male den Motor neu startete und mit seinem 17-jährigen Begleiter versuchte, den Opel aus der misslichen Lage zu befreien.

Schweigegeld-Angebot abgelehnt

Der Zeuge wählte – angesichts der drohenden Fahrerflucht – die „110“ und sprach den 18-Jährigen an. Dieser war sich seiner Verfehlung durchaus bewusst, wollte aber keine Polizei und bot dem Zeugen noch „Schweigegeld“ an, berichtet die Polizei. Doch geholfen hat es nicht. Die bereits alarmierten Polizisten kamen hinzu und machten den Fluchtversuchen ein Ende.

Der 18-Jährige gestand in den letzten Wochen Drogen genommen und keinen Führerschein zu haben. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren.

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