Verkehrsberuhigung Warum Tempo 30 erst 2019 kommt

Münster -

Auf neun Straßen in Münster wird Tempo 30 eingeführt. Doch die Umsetzung wird auf sich warten lassen. Bis 2019 wird es noch bei Tempo 50 bleiben.

Von Björn Meyer
Tempo 30 kommt im Februar 2019 auf Teilen folgender Straßen: Hammer Straße, Wolbecker Straße, Nordstraße, Engelstraße, Schorlemer Straße, Herwarthstraße, Aegidiistraße, Münzstraße, Bergstraße, An der Apostelkirche, Voßgasse, Bült, Mauritzstraße sowie vom Schlossplatz bis zur Eisenbahnstraße und auf der Moltkestraße.
Tempo 30 kommt im Februar 2019 auf Teilen folgender Straßen: Hammer Straße, Wolbecker Straße, Nordstraße, Engelstraße, Schorlemer Straße, Herwarthstraße, Aegidiistraße, Münzstraße, Bergstraße, An der Apostelkirche, Voßgasse, Bült, Mauritzstraße sowie vom Schlossplatz bis zur Eisenbahnstraße und auf der Moltkestraße. Foto: Jürgen Christ

Die FDP meldete sich zuerst zu Wort. Man wolle dem Lärmaktionsplan zustimmen, nicht jedoch der Passage, in der es um Tempo 30 gehe, stellte die Fraktion klar. Der Tenor: Wenig Nutzen stehe ein großer Aufwand der Planer und viel Ärger für die Bürger entgegen. Eigentlich, so die Freien Demokraten, handele es sich dabei um eine Steuererhöhung, denn zu nichts anderem als höheren Bußgeldern sei die Maßnahme ihrer Meinung nach geeignet. Wie bereits berichtet, hatte die Verwaltung aus Gründen des Lärmschutzes in ihrer Vorlage eine Geschwindigkeitsreduzierung des Straßenverkehrs für neun Bereiche vorgesehen.

Hansaring außen vor

Während CDU und Grüne die Vorlage zum Lärmaktionsplan in ihrer Gesamtheit lobten, gingen ÖDP und Piraten sowie der Linken die Tempo-30-Zonen sogar nicht weit genug. „Warum gibt es nicht etwa am Hansaring auch Tempo 30“, fragte Johannes Schmanck von den Piraten. „Das wäre an dieser Stelle nicht rechtssicher“, stellte Stadtrat Matthias Peck klar. Die SPD wiederum sah die Planung als Zeichen guter Oppositionsarbeit.

Letztlich wurde die Vorlage mit großer Mehrheit beschlossen. Somit steht fest, das Tempo 30 kommen wird – zunächst aber nur, um für fünf Jahre zu prüfen, ob die Auswirkungen tatsächlich so positiv sind, wie die Verwaltung sie erwartet.

Warum erst 2019?

Eingeführt wird Tempo 30 aber erst im Februar 2019. Vorher gelte es 20 Ampelanlagen anzupassen sowie unter anderem geeignete Stellen für die Schilder auszumachen, sagte Veit Muddemann, Mitarbeiter des Amts für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung.

Bereits Anfang kommenden Jahres sollen Planungen für eine mögliche Änderung an einer Bushaltestelle an der Steinfurter Straße, die derzeit sehr nah an einem Wohnhaus liegt, beginnen.

29 „ruhige Gebiete“ festgelegt

Außerdem beinhaltet der Lärmaktionsplan neben zahlreichen Ausbesserungen des Straßenbelags Förderungen zum passiven Schallschutz. Dieser sieht vor, dass Eigentümer sich die Installation von Schallschutzfenstern und Schalldämmlüfter in gewissen Wohnlagen bezuschussen lassen können. Dieses Projekt startet jedoch frühestens Ende kommenden Jahres.

Im Lärmaktionsplan wurden zudem 13 Erholungsflächen sowie 16 Stadtteilparks als sogenannte „ruhige Gebiete“ festgeschrieben. Dort ist es Maßgabe für Stadtplanung, dass Lärmbelästigung nicht zunehmen darf.

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