Immobilienverkäufe zur Haushaltssanierung
Stadt will mehr von den Stadtwerken

Münster -

In aktuell wirtschaftlich schwierigen Zeiten will die Stadt Münster bei Immobilienverkäufen der Stadtwerke künftig mitprofitieren.

Dienstag, 13.03.2018, 21:03 Uhr

  Foto: Matthias Ahlke

Wiederholt ist in den vergangenen Monaten darüber diskutiert worden, dass sich die Stadtwerke Münster in wirtschaftlich schwierigem Fahrwasser bewegt. Die Finanzprobleme der Stadt Münster sind aber noch weitaus größer.

So jedenfalls ist der neue Managementkontrakt zwischen Stadt und Stadtwerke zu verstehen, über den der Rat am Mittwoch entscheiden soll. Er sieht vor, dass die Stadtwerke in den Jahren 2018 bis 2020 pro Jahr 6,5 Millionen Euro Gewinn abführen sollen.

Aufbesserung des städtischen Haushalts

Bislang waren nur Ausschüttungen in Höhe von fünf Millionen Euro pro Jahr vorgesehen, wie aus einem Beschlusspapier hervorgeht. Die Änderung, heißt es weiter, sei mit der Geschäftsführung der Stadtwerke abgesprochen worden. Sie wird als unproblematisch eingestuft, weil „aperiodische Ergebnisverbesserungen“ in Form von „Sondererträgen aus Grundstückverkäufen“ zu erwarten seien.

Mit anderen Worten: Die Stadt will bei Immobilienveräußerungen der Stadtwerke mitprofitieren und das Geld nicht im Unternehmen lassen.

Grundstücksverkäufe zur Haushaltssanierung sind nicht unüblich. So wurde erst jüngst – hinter vorgehaltener Hand – bekannt, dass der Stadt beim Verkauf einer Fläche in city-naher Lage ein Erlös von 1000 Euro je Quadratmeter winke.

Die Kehrseite der Medaille: Nach genau diesem Prinzip agiert auch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben beim Verkauf der York- sowie der Oxford-Kaserne, die die Stadt Münster erwerben möchte, um hier Wohnquartiere zu errichten.

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