Drohender Aufnahmestopp
Altenheim Klarastift in Bedrängnis

Münster -

Dem Altenheim Klarastift droht eine wirtschaftliche Schieflage. Hintergrund ist die Ankündigung der Heimaufsicht, einen Aufnahmestopp zu verhängen.

Mittwoch, 20.06.2018, 08:00 Uhr

  Foto: Matthias Ahlke

Die kommunale Altenhilfeeinrichtung Klarastift erlebt stürmische Zeiten. Kürzlich wurde zwar das 60-jährige Bestehen der Einrichtung im Mauritzviertel gefeiert. Doch die Freude dieses Tags konnte die wirtschaftlichen Sorgen nur kurz kaschieren.

Die Heimaufsicht, die bei der Stadt angesiedelt ist, droht nämlich nach Informationen unserer Zeitung dem Klarastift mit einem Aufnahmestopp bis zum Jahresende. Hintergrund dafür sollen zwei Vorfälle in der Pflege sein, heißt es. Ein solcher Stopp – das schärfste Mittel der Aufsichtsbehörde vor einer Schließung – hätte fatale Konsequenzen. Denn bei nicht ausreichender Belegung droht der Einrichtung eine wirtschaftliche Schieflage.

Ein Dilemma für Kommune und Politik

Die Geschäftsführung hat sich inzwischen mit juristischem Sachverstand verstärkt und hofft, in Gesprächen mit der Stadt das drohende Unheil abwenden zu können. Für Kommune und Politik ist die Sache ein Dilemma: Denn über die von der Stadt verwaltete Stiftung Magdalenenhospital als Gesellschafterin des Klarastifts ist man selbst mit im Boot.

Am Mittwoch will der Sozialausschuss in nichtöffentlicher Sitzung über den heiklen Themenkomplex beraten. Dabei spielt nach Recherchen unserer Zeitung auch die geplante Beauftragung einer Unternehmensberatung, die wirtschaftlich tragfähige Zukunftsstrategien für das Klarastift und seine Untergesellschaften entwickeln soll, eine Rolle. Außerdem sorgen steuerliche Probleme für schweres Fahrwasser.

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