Nachdenklicher „Parcours“ am Wochenende
Designer präsentieren Arbeiten mit Tiefgang

Münster -

Am Fachbereich Design der Fachhochschule auf dem Leonardocampus werden an diesem Wochenende 70 Arbeiten präsentiert. Diesmal fällt der Rundgang „Parcours“ sehr nachdenklich aus.

Freitag, 16.02.2018, 16:02 Uhr

Virtuelle Realität via Oculus-Brille kommt bei dem von Maike Eilers (vorne) und Rabea Rix entwickelten 360-Grad-Erlebnisunterricht in Schulen zum Einsatz.
Virtuelle Realität via Oculus-Brille kommt bei dem von Maike Eilers (vorne) und Rabea Rix entwickelten 360-Grad-Erlebnisunterricht in Schulen zum Einsatz. Foto: Matthias Ahlke

Was ist das digitale Ich – und hat es überhaupt noch etwas mit der Realität zu tun? Was kann man gegen die Angst machen, von den wachsenden Anforderungen in der Arbeitswelt überrollt zu werden? Wie kann man es schaffen, dass in Ruhrgebietsstädte der Optimismus zurückkehrt? Warum machen sich nicht mehr Menschen ernsthaft Gedanken über das Schicksal Obdachloser?

So viele Fragen, so viele Unsicherheiten, so viele Ängste. Doch die Absolventen des Fachbereichs Design der Fachhochschule Münster verweigern sich der Resignation. Sie haben sich auf die Suche nach Antworten gemacht. Zu sehen sind die 70 Arbeiten an diesem Wochenende auf dem Leonardo-Campus – es ist ein ernsthafter, nachdenklich machender „Parcours“-Rundgang, der dort diesmal präsentiert wird.

112 Liter Wasser gehen bei einer Dusche durch den Abfluss. „Verbraucht weniger Wasser“ ist die Botschaft von Laura Böddicker. Sie hat eine Shampoo-Flasche mit einer präzisen Mengendosierung entwickelt, um ein Zeichen gegen die Wasserverschwendung zu setzen.

„Parcours“ 2018 der Design-Studenten

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  • Miniatur-Modell: Bei der Design-Ausstellung „Parcours“ präsentierten Bachelor- und Masterstudenten ihre Abschlussarbeiten.

    Miniatur-Modell: Bei der Design-Ausstellung „Parcours“ präsentierten Bachelor- und Masterstudenten ihre Abschlussarbeiten.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die FH.Absolventen der Münster School of Design präsentieren ihre Arbeiten am Leonardo-Campus.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Am Wochenende sind die Arbeiten dann von jeweils 10 bis 20 Uhr zu sehen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Eintritt zu der Absolventen-Ausstellung ist frei.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Sehen Sie im Folgenden weitere Eindrücke vom Design-„Parcours“ des Wintersemesters 2017/2018.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
  • Foto: Matthias Ahlke
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  • Foto: Matthias Ahlke
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  • Foto: Matthias Ahlke
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  • Foto: Matthias Ahlke

„Dreimaleins“ haben Tobias Kaiser und Pascal ihre Kampagne gegen Armut und Obdachlosigkeit genannt. Ergebnis ist ein Magazin, das die Leser nicht nur informieren, sondern auch Empathie wecken soll, hofft Kaiser.

„Tischlein deck dich“ haben Laura Potthoff und Marleen Vaalbrock ihre Abschlussarbeit genannt. Das handelsübliche Besteck wird nicht allen Bedürfnissen der Nutzer gerecht, haben sie herausgefunden – und passgenaue Lösungen unter anderem für Kinder und alte Menschen entwickelt, die so ganz anders aussehen als normales Besteck.

„Inner“ heißt die crossmediale Arbeit von Rike Neuhoff, Konstantin Schulze und Sarah Stemmler. Stress, Überforderung, Angst, Orientierungslosigkeit werden in einem Magazin thematisiert, dessen Inhalte von einer Online-Community beeinflusst werden.

Für die Arbeit von Maike Eilers und Rabea Rix muss man eine Oculus-Brille aufsetzen: Sie haben einen 360-Grad-Erlebnisunterricht entwickelt, bei dem die Schüler mit Hilfe von virtueller Realität den menschlichen Blutkreislauf erkunden.

Was passiert, wenn Hilfspakete verteilt werden, die Empfänger aber nicht die Beschriftung verstehen? Lukas Walbaum hat ein ikonografisches Kommunikationskonzept mit Piktogrammen entworfen, die auf der ganzen Welt verstanden werden.

Ronja Overländer hat sich derweil mit ihrer Heimatstadt Duisburg auseinander gesetzt. Das Cover ihres Magazin ist aus Kohle – man sollte es also nicht auf einem weißen Sofa lesen.

Mehr Informationen

Die Ausstellung ist am Samstag und Sonntag (17. und 18. Februar) von 10 bis 20 Uhr in der „School of Design“, Leonardo-Campus 6. Der Eintritt ist frei.

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