15. Jahresausstellung des „Atelier+“ im Landeshaus
Wilde Gitter und ikonische Zeichen

Münster -

Das Erfrischende ist der akademisch unverbildete Zugriff auf die eigene Kreativität. Unter dem Titel „selten schön“ stellen 16 Künstler des münsterischen „Atelier+“ ihre 85 meist neuen Arbeiten im Landeshaus aus. Die mittlerweile 15. Jahresausstellung zeigt ästhetische Experimente ebenso wie klassisch naive Malerei als Ausdruck eines Gefühls, einer Haltung.

Mittwoch, 20.06.2018, 23:25 Uhr

16 Künstler zeigen in der 15. Jahresausstellung des „Atelier+“ im Landeshaus 85 aktuelle Arbeiten – hier „Friedenszeichen“ (l.) von Julia Löwenberg und „Strandbild“ (r.) von Anna A.. Foto: Gerhard H. Kock

Atelier+ im Landeshaus

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  • Atelier+ im Landeshaus
Atelier+ im Landeshaus Foto: Gerhard H. Kock
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Augenfälliges Beispiel dafür ist das „Friedenszeichen“ von Julia Löwenberg, die „Peace, Love & Happiness“ durch Kombination einer Icon-Ikone verdichtet: Das vom britischen Künstler Gerald Holtom vor genau 60 Jahren entworfene Peace-Zeichen wird von einem liebenden Paar auf grüner Wiese in einem Kreis aus Blumen dargestellt. Leider zu schön, um wahr zu sein. Realistischer ist hier schon die Lady in Red auf dem „Strandbild“ von Anna A., das ein Gefühl von Durchatmen und einem Moment der Freiheit vermittelt.

Komplexer geht Ingo Wabnik Themen an. Seine breiten, mehr- bis vielfarbig rakeligen Streifen erinnern an den abstrakten Gestus des Informel, die Titel verweisen auf Geistiges wie Erfüllung, Vollendung oder „nur“ Hände. Da hat die Assoziationskraft einiges zu tun. Ähnlich wie bei den verwilderten Gittern auf den Materialbildern von Marianne Tümler. Fast kubistisch aufgelöst sind die „Konstruktion“-Bilder von Joachim Stahl,

Brigitte Nussbaum packt in der scheinbar abstrakten „Tageszeit II“ in ein Rechteck aus acht unterschiedlich geformten Vierecken Dämmerungen, Tag- und Nachtlicht sowie blauen Himmel. Eine Fleißarbeit von asiatischen Ausmaßen sind die Wimmelbilder mit Fineliner von Sonja Reich. Auch das schlicht Schöne ist vertreten mit Takhminas Mohnbildern oder Lothar Hähnelts „Dreiklang“ aus Holz, Eisen und Acryl – ein kleines Paletten-Kons­trukt, das an ein japanisches Schriftzeichen auf Latten-Linien erinnert.

Das Atelier+ (das + steht für Betreuung) wurde 2003 gegründet und unter der Trägerschaft des „Förderkreises FSP e.V. Münster“ vom Künstler Thomas Hak seither aufgebaut sowie künstlerisch geleitet. Begleitet wird das kostenfreie, weithin einmalige Angebot von Praktikanten und Ehrenamtlichen, zumeist Studenten in der Weiterbildung aus der Kunsttherapie, der Psychologie, der Sozialen Arbeit, der Kommunikativen Ethnologie und ähnlichen Fakultäten.

Regelmäßig arbeiten hier rund zwei Dutzend Künstler zweimal wöchentlich. Über 350 Künstler haben seither im außerklinischen und inklusiven Atelier+ gearbeitet. Der Einzugsbereich ist neben Münster und dem Münsterland das nördliche Ruhrgebiet mit Bochum und das südliche Niedersachsen bis Osnabrück.

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Die Ausstellung ist bis zum 29. Juni im Landeshaus, Freiherr-vom-Stein-Platz zu sehen. Eintritt frei.

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