Denkmalschutzbehörde erteilt Auflagen.
Neubau folgt auf Abriss

Münster-Wolbeck -

Ursprünglich sollte der Abriss des Hauses an der Münsterstraße 18 inklusive Straßensperrung zwei Wochenenden früher stattfinden. „Doch dann wären wir mit unserer Baustelle mit dem ZiBoMo-Karneval kollidiert“, zeigt Mathilde Möllers, Eigentümerin der Immobilie, eine wenn überhaupt nur von einer Wolbeckerin zu erwartende Rücksichtnahme.

Mittwoch, 14.02.2018, 20:02 Uhr

Die Denkmalschutzbehörde stimmte zu: Das Haus an der Münsterstraße 18 wird abgerissen.
Die Denkmalschutzbehörde stimmte zu: Das Haus an der Münsterstraße 18 wird abgerissen. Foto: na

Das Haus, Ende des 19. Jahrhunderts erbaut, stammt aus dem Familienbesitz ihres vor drei Jahren verstorbenen Mannes, der sich natürlich, wie sie sagt, sehr dem Haus verbunden fühlte. Früher habe es eine Schmiede auf dem Grundstück gegeben, die sei aber nach umfangreichen Renovierungsmaßnahmen in den Jahren 1918, 1919 verschwunden.

Einige Jahrzehnte wohnten die Möllers selbst in dem Haus, bis sie dann ihren kleinen Hof im nördlichen Bereich der Münsterstraße bezogen. Von da an waren die Wohnungen vermietet.

Die Bausubstanz des alten Hauses, das eine große Wohnung im Erdgeschoss und zwei kleine im Obergeschoss beherbergte, verschlechterte sich über die Jahrzehnte so sehr, dass ein Abriss unumgänglich geworden sei, sagt Mathilde Möllers und ergänzt: „Man muss sich nur einmal vorstellen, dass als Fundament ein gestampfter Lehmboden diente.“

Schließlich stellte sie vor zwei Jahren dann einen Bauantrag für einen Neubau, der dann aber zunächst einmal unter die Fittiche der Denkmalschutzbehörde genommen wurde, die das alte Wohnhaus als erhaltungswürdig einstufte.

Was für die Eigentümerin nicht unerwartet kam, denn bekanntermaßen dürfen in Wolbeck im gesamten Ortskernbereich bauliche Umbaumaßnahmen nur im begrenzten Umfang stattfinden.

Doch im Fall von der Münsterstraße 18 hatte die Denkmalschutzbehörde ein Einsehen und gab die Erlaubnis zum Abriss. Allerdings mit nicht unerheblichen Auflagen. So muss der neue Klinkerbau im gleichen, sehr geringen Abstand zur Straße entstehen. Gebaut werden müssen auch in Anlehnung an das alte Gebäude zwei Giebel ohne Fenster. Die Aufteilung des Hauses in eine größere Wohnung im Erdgeschoss und zwei kleinere im Obergeschoss muss übernommen werden. Im Sommer, so hofft Mathilde Möller , kann mit dem Bau begonnen werden.

Jetzt, am Samstag rückt aber erst einmal ein Abrisskran an, der, so versprach es die Bauleitung des Abbruchunternehmens, ab Montag, dann auf dem Grundstück seine Arbeit fortsetzen wird.

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