Michael Fehmer fiebert Abenteuer entgegen
In 24 Stunden auf den Kilimandscharo

Havixbeck -

Der Havixbecker Michael Fehmer besteigt den größten frei stehenden Berg der Welt Berg im März zusammen mit seinem Freund Joachim Wechner. 24 000 Euro Spenden wollen sie dadurch einnehmen. Die Klasse 7.4 der Anne-Frank-Schule ist dabei.

Samstag, 13.01.2018, 09:01 Uhr

In der Nacht wollen Michael Fehmer.(Foto) und sein Freund Joachim Wechner mit am Kopf befestigten Taschenlampen den Gipfel erklommen haben. Foto: Marco Steinbrenner

Die Vorfreude steht Michael Fehmer förmlich ins Gesicht geschrieben. „Lange dauert es nicht mehr“, sagt der Havixbecker und fiebert einem äußerst ungewöhnlichen Abenteuer von Tag zu Tag mehr entgegen. Zusammen mit seinem langjährigen Freund Joachim Wechner aus Hopfen am See im Ostallgäu – beide hatten sich bereits Ende der 90er-Jahre durch das Rennradfahren kennengelernt – wird der 44-Jährige innerhalb nur eines Tages den Kilimandscharo, mit 5895 Metern der höchste frei stehende Berg der Welt, besteigen. Am 4. März wird es soweit sein.

Das Duo verfolgt dabei ein Ziel: Innerhalb der 24 Stunden sollen 24 000 Euro für ein Spendenprojekt gesammelt und erlaufen werden. Mit „ZARA Charity“ stehe eine Organisation zur Verfügung, die sich bereits mit verschiedenen Aktionen um Kinder in Afrika gekümmert habe. „Ein Projekt zu finden, ist nicht schwer“, sagt Michael Fehmer. „Ein Projekt zu finden, das Nachhaltigkeit verspricht und Vertrauen aussendet, ist dagegen nicht ganz einfach.“ Deshalb ist der zweifache Familienvater froh, „dass wir eine Organisation an unserer Seite haben, der wir vertrauen können“.

Die beiden Ausdauersportler überlegten sich, Paten für jede Stunde der Aktion zu suchen. Bislang haben zehn Unternehmen und Privatpersonen ihr Engagement fest zugesichert. 14 Stunden sind demnach noch frei. „Es besteht auch die Möglichkeit, kleinere Summen zu spenden. Dann teilen wir die Stunden entsprechend auf.“ Die Klasse 7.4 der Anne-Frank-Gesamtschule hat eine Stunden-Patenschaft übernommen und durch mehrere Aktionen wie zum Beispiel den Verkauf von Waffeln Geld gesammelt. Zudem nahmen die Kinder Spardosen mit nach Hause, um an Weihnachten im Kreis der Familie weitere Euros einzunehmen. Das gesamte Geld wird an eine Grundschule in der Ngorongoro Crater-Area weitergeleitet. Die Kosten der Expedition und Reise tragen die beiden Protagonisten selbst. „Das läuft teilweise über Sponsoring, aber auf gar keinen Fall durch die Spenden.“ Das Ausstellen von Spendenquittungen sei „kein Problem“.

Insgesamt drei Wochen wird Michael Fehmer in Afrika vor Ort sein, um sich unter anderem auch an die Höhe zu gewöhnen. „Wir werden den Berg hoch laufen beziehungsweise gehen. Runter geht es dann schneller.“ Das Haushalten der Kräfte beim Aufstieg wird sehr wichtig sein. Beim Start in der Savanne werden die Temperaturen bei rund 35 Grad liegen. Es geht durch den Regenwald sowie durch Stein- und Eiswüste. Oben angekommen, da macht sich Fehmer nichts vor, „werden wir sicherlich minus zehn Grad erwarten“. In der Nacht will das Duo mit am Kopf befestigten Taschenlampen den Gipfel erklommen haben. „Das wird eine absolute Grenzerfahrung. Schließlich durchqueren wir an einem Tag fünf verschiedene Klimazonen.“ Auf Mensch und Material kommen „extremste Bedingungen“ zu. Begleitet wird das Duo von Elineema Sadikiel, einem Guide und Bergführer aus Tansania. „Seine Teilnahme ist Pflicht. Ansonsten dürften wir gar nicht in den Nationalpark.“ Im Vorfeld hat sich Michael Fehmer bereits wertvolle Tipps bei seinem Partner geholt. Joachim Wechner arbeitet schließlich als Bergführer und bietet regelmäßige Touren in Afrika an.

Seit mehreren Wochen und Monaten befindet sich Fehmer in einer „sehr intensiven Vorbereitung“. Nach der Teilnahme am Münster-Marathon im September wurden die Herbstferien dazu genutzt, um in den Alpen zu trainieren. Es folgten die Starts beim Teuto-Lauf in Lengerich sowie beim Ultra-Marathon über 56 Kilometer in Steinfurt. Die letztendliche Höhenanpassung erfolgt vor Ort. In dieser Zeit wird der Mount Meru (4500 Meter) über vier Tage und der Kilimandscharo selbst schon einmal während einer Sechs-Tages-Tour bestiegen. „Dies dient auch dazu, um Material- und Verpflegungsdepots anzulegen“, ergänzt Michael Fehmer.

Knapp zwei Monate sind noch Zeit, um sich in Form zu bringen und weitere Spendengelder zu sammeln. Immer vor Augen hat der Havixbecker dabei seinen Slogan: „Helfer beim Helfen helfen.“

 

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