Abrissarbeiten neben der Kirche stehen an
Leben in „Ludgeri-Höfen“

Ahlen -

6,4 Millionen Euro fließen in das Wohnprojekt „Ludgeri-Höfe“, das barrierefreies Wohnen im Schatten von St. Ludgeri an der Gemmericher Straße ermöglicht.

Montag, 25.06.2018, 19:00 Uhr

Vertreter von Caritas und Kirchengemeinde stellten das Gemeinschaftsprojekt „Ludgeri-Höfe“ vor, Foto: Peter Schniederjürgen

Die Kirchengemeinde St. Bartholomäus und die Caritas für das Dekanat Ahlen haben sich ein ehrgeiziges Projekt vorgenommen: die „Ludgeri-Höfe“. „Das wird ein neues und barrierefreies Quartier, insbesondere für ältere Menschen im Süden-Stadtteil“, sagt Caritas-Geschäftsführer Heinrich Sinder bei der Vorstallung. Standort wird unmittelbar an der St.-Ludgeri-Kirche, Gemmericher Straße, sein.

Dafür weichen drei länger nicht mehr genutzte Gebäude: die alte Pfarrerwohnung, die Bücherei und der ehemalige Gemeindesaal. Es sind zwei dreigeschossige Häuser geplant, die neben den Wohnungen und Apartments auch einen Quartierstreff beinhalten. „Das Ensemble wird sich architektonisch an der Kirche ausrichten“, erklärt Stadtpfarrer und Mitbauherr, Dr. Ludger Kaulig. So nimmt das vordere Haus die Linie des Kirchturms auf und steht ein Stück von der Straße versetzt. Mit einem großzügigen Zwischenraum schließt sich das zweite Haus an. „Hier bekommt das oberste Geschoss weite, offene Terrassen“, zeigt Hildegard Wonnemann. Neben der Verbesserung der Wohnqualität lässt diese Form das Gebäude kleiner erscheinen.

Insgesamt werden, vermutlich bis Frühjahr 2020, knapp zwei Dutzend barrierefreie Wohnungen entstehen. Im ersten Gebäude 14 Wohnungen, zwischen 45 und 70 Quadratmetern, davon eine rollstuhlgerecht im Sozialen Wohnungsbau. Im zweiten Haus entstehen fünf freifinanzierte Wohnungen, zwischen 55 und 75 Quadratmetern, eine davon rollstuhlgerecht. Ebenso freifinanziert sind die Apartments zwischen 25 und 35 Quadratmetern in beiden Häusern. Dazu kommt der Treff mit 95 Quadratmetern. Bebaut wird eine Fläche von rund 3250 Quadratmetern, die gesamte Wohnfläche wird 2450 Quadratmeter betragen. Die Baukosten für das Projekt belaufen sich auf rund 6,4 Millionen Euro.

Bestandteil des Konzepts ist eine Küche, durch welche die Versorgung der Bewohner sichergestellt ist. Ebenso bietet die Caritas hier eine 24-Sunden-Betreuung an. „Wir haben aus Umfragen erfahren, dass es vielen älteren Menschen schwerfällt, ihren angestammten Süden zu verlassen. Mit diesen Wohngemeinschaften ist das nicht mehr nötig“, führt Sabine Holzkamp von der Caritas aus. Dazu kommt die Lage an der Ader des „Mexiko-Stadtteils“. „Die Bewohner können dann in Pantoffeln zur Messe kommen“, schmunzelt der Pfarrer.

Detail aus den Planungen der „Ludgeri-Höfe“.

Detail aus den Planungen der „Ludgeri-Höfe“. Foto: Klein.Riesenbeck + Assoziierte GmbH

Nach einer jahrelangen Planungsphase beginnen die Abrissarbeiten bereits im Juli. Die Bauarbeiten werden im September beginnen und die Fertigstellung ist für März / April 2020 vorgesehen.

Wer sich für das Wohnen dort interessiert, kann sich schon bewerben. „Es geht nicht nach der Reihenfolge. Eine Jury wird über die Vergabe entscheiden“, hebt Heinrich Sinder hervor. Interessenten nehmen unter Telefon 89 35 39 mit Caritasmitarbeiterin Gabriela Kaya Kontakt auf.

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