Auftakt des Sommerleseclubs
Gruselige Bücherei-Nacht

Ahlen -

Schaurig schön war die Gruselnacht in der Ahlener Stadtbücherei, die zugleich auch spannender Auftakt für den Sommerleseclub war.

Sonntag, 15.07.2018, 18:30 Uhr

Gut besuchter Auftakt der Veranstaltungen des Sommerleseclubs in der Stadtbücherei. Und ganz schön gruselig. Foto: Peter Schniederjürgen

Grüne und totenbleiche Gestalten treiben sich teils mit blutroten Händen im alten Gemäuer der Stadtbücherei herum. Unheimliche Geschichten wabern am Freitagabend durch die hohen Räume, gar ein Hexentanz? „Es ist die Gruselnacht, der Auftakt der Sommerleseclub-Veranstaltungsreihe“, verrät Oberhexe und Büchereileiterin Ewa Salamon. Mit ihrem Team hat sie es geschafft, als eine der wenigen Pilotbüchereien für den neuen Sommerleseclub ausgewählt zu werden (wir berichteten).

Veranstaltungen wie diese Gruselnacht werden mit einem Stempel für jeden Teilnehmer im Leselogbuch festgehalten. „Später kann es dann einen Oskar für die Teilnahmen geben“, verrät die Hausherrin. Doch bis dahin gibt es für die Kinder und ihre Begleiter noch eine Menge zu erleben. Marion Gay, selbst eine erfolgreiche Autorin, liest den jungen Gruselgästen aus Werken vor, die von Gleichaltrigen geschrieben wurden. „Denn die treffen den Grusel für ihre Altersgenossen am besten“, sagt die Autorin. Wer sich an die Schauergeschichten, die früher die älteren den jüngeren Geschwistern erzählt haben, erinnert, kann das sicher noch nachvollziehen. Dabei ist im Programm dieser etwas anderen Nacht in der Bücherei noch mehr als Vorlesen angesagt.

Helena und Pauline (v.l.) basteln mit Ewa Salamon die unheimlichen „blutigen Hände“.

Helena und Pauline (v.l.) basteln mit Ewa Salamon die unheimlichen „blutigen Hände“. Foto: Peter Schniederjürgen

Zunächst werden die blutigen Hände gebastelt. Andere Kinder schminken sich völlig horrormäßig. Als Zombie, Vampir, Gespenst oder was sonst noch so herumgeistert – alles ist erlaubt. Mit der Dämmerung geht’s in die Stadt. „Wir haben nicht nur den Grusel im Blick, wir erleben auch Stadtgeschichte“, verrät Ewa Salamon. Denn sie hat im Vorfeld in den alten Archiven gewühlt und drei gruselige Geschichten ausgegraben. So wird von einem angeblichen Werwolf erzählt, der 1616 in Ahlen gefangen und verurteilt worden sei. Auch von Hexenverfahren berichtet die Büchereichefin – und zwar an den vermuteten Originalschauplätzen. Die werden im Rahmen der Gruseltour besucht.

Schließlich werden Geschichten von Marion Gay vorgelesen. Dann können die Kinder selber ihre Fantasie laufen lassen, Gruselgeschichten erfinden und aufschreiben. „Damit machen wir so eine Art Minischreibwerkstatt“, freut sich die Autorin auf den Abend. Der endet gegen 22.30 Uhr.

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