Ehemaliger „Hagebau“ wird Sportstudio
„Feel Fit“ in der Baumarkt-Brache

Ahlen -

Der Hagebau-Leerstand im Gewerbegebiet Kleiwellenfeld wird Fittnesscenter. Einen Namen hat er auch schon: „Feel Fit“. So, wie der am Stammsitz Werne.

Montag, 16.07.2018, 10:16 Uhr

Zum Sport in den „Hagebau“. Der Leerstand ist vermietet. Ab Frühjahr 2019 soll im „Feel Fit“ der Trainingsbetrieb laufen. Vorher wird renoviert. Foto: Ulrich Gösmann

Einst liefen hier Heimwerker zur Höchstform auf. Demnächst Freizeitsportler. Der Hagebau-Leerstand im Gewerbegebiet Kleiwellenfeld wird sich ab Herbst einer Vitalkur unterziehen. Frank Langer, Betreiber des „Feel Fit“ in Werne, steht als neuer Mieter bereit, will den Leerstand sechs Jahre nach Schließung zu einer großflächigen Fitness-Oase umtrimmen. Ein durchweg sportliches Vorhaben, für das der Geschäftsmann bereit ist, einen siebenstelligen Betrag zu stemmen. Schließlich, so merkt er an, plane er langfristig.

Es bedarf einiger Fantasie, um sich einen aktiven Sportpark in der vor sich hin dümpelnden Baumarkt-Brache vorzustellen. Frank Langer hat sie. Wie es geht, hat er in Werne gezeigt. Dort betreibt der 52-Jährige zusammen mit seiner Frau Susanne das „Feel Fit“. Ein Sport- und Gesundheitscenter auf 3000 Quadratmetern Fläche. Auf diese Erfahrungen will er aufbauen. „Täglich kommen zwischen 500 und 600 Sportler, je nach Wetter“, lässt Langer im Redaktionsgespräch wissen – und lädt ein, doch mal vorbeizuschauen. Die ersten Ahlener seien schon da. Angesprungen auf den Aktionsflyer, der Appetit machen soll, demnächst in Ahlen „in einem der schönsten und größten Fitnessstudios der Region“ weiterzutrainieren.

Frank Langer

Frank Langer Foto: Feel Fit

Mit seiner Entscheidung für den Standort Ahlen sieht der Geschäftsmann auch die Weichen für sein weiteres Berufsleben neu gestellt – und die Frage beantwortet: „Bleibt man so, wie man ist, oder verändert man sich mit 52 noch einmal?“ Der Unternehmensberater, zuletzt für Thyssen-Krupp und ein koreanisches Unternehmen viel unterwegs, entschied sich für den Sport und gegen das geschäftige Reisen, nachdem er auf die Immobilienanzeige gestoßen sei. „Wir haben uns das angesehen. Geschaut, was ist da schon vorhanden? Passt unser Konzept da rein? Wir haben uns dann fürs Machen entschieden.“ Weitere Recherchen, um die noch fremde Stadt, ihre Menschen, Nationalitäten und Strukturen kennenzulernen, sollen in Kürze folgen, um daraus ein maßgeschneidertes Konzept zu entwickeln.

Fitness auf 2500 Quadratmetern Fläche

Im Herbst will der gebürtige Münsterländer mit der Renovierung starten, im März / April 2019 bereits eröffnen. Auf dem 6500 Qua­dratmeter großen Areal soll aus 2500 Quadratmetern Kerngebäude „Feel Fit“ Programm sein. Die Gewächshäuser kommen weg. Für den Platz habe Eigentümer Anton Neuhaus andere Verwendung.

Die Gewächshäuser weichen.

Die Gewächshäuser weichen. Foto: Ulrich Gösmann

Neben dem Gerätetraining setzt Langer auf Kursangebote in einem 400 Quadratmeter großen Raum. Vom Bodypump über Strong by Zumba bis hin zum Spinning. Eine kleine Sauna will er vom Ausgang des Genehmigungsverfahrens abhängig machen. Ein zweites Fragezeichen setzt er noch hinter den Reha-Sport, der in Werne fester Bestandteil sei. Hier betreibt seine Frau auch eine Praxis für Osteopathie. Das binde sie an den Standort. Daher sehe er seinen Platz künftig in Ahlen.

Kronleuchter in der Entspannungszone

Wer vorab wissen will, wie es im alten Hagebau nach seiner Frischzellenkur aussehen könnte, dem empfiehlt der Investor einen Blick auf die „Feel Fit“- Homepage. Kronleuchter hängen im Ruhebereich unter der Decke. „Modern, nicht überzogen“, wie er betont. Ledersofas gruppieren sich zu einer exklusiven Entspannungszone. An sonnigen Tagen zieht‘s Sportler und Geräte sogar ins Freie.

Blick nach Werne ins „Feel Fit“.

Blick nach Werne ins „Feel Fit“. Foto: Feel Fit

Unterdessen laufen sich die ersten Trainer in Werne für ihren Einsatz in Ahlen warm. „Ich habe dafür schon drei eingestellt, die in anderen Studios gearbeitet haben“, schickt der Sportsmann noch rüber. Für ihn ein glücklicher Umstand, dass das „Power-People“ in Heessen geschlossen und Personal freistellt habe. Sein Glück aber auch, dass sich das Großstudio „Come on“ (heute „Marea“) nach der „Relax“-Pleite 2013 aus dem Kleiwellenfeld verabschiedete und in die City zog.

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