Erstes Drensteinfurter Neujahrskonzert Fledermaus und Zigeunerbaron

Drensteinfurt -

Einen gelungenen Abend erlebten die Drensteinfurter Musikfreunde beim ersten Neujahrskonzert der Stadt. Zu Gast war die „M:LW Festival Philharmonie“.

Von Reinhard Baldauf
Viel Applaus erntete Violinistin Liv Migdal, die erst im Herbst 2016 ihr Debütkonzert in der Berliner Philharmonie gegeben hatte. Sie wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bürgermeister Carsten Grawunder begrüßte Musiker, Intendant Dirk Klapsing und das Publikum in der Aula der Teamschule.
Viel Applaus erntete Violinistin Liv Migdal, die erst im Herbst 2016 ihr Debütkonzert in der Berliner Philharmonie gegeben hatte. Sie wurde bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Bürgermeister Carsten Grawunder begrüßte Musiker, Intendant Dirk Klapsing und das Publikum in der Aula der Teamschule. Foto: Reinhard Baldauf

Mit einem echten Paukenschlag startete die Stadt am Donnerstag in ein neues Kulturjahr. Die „M:LW Festival Philharmonie“ sorgte in der Aula der Teamschule mit ihrem Neujahrskonzert mit Polkas, Walzern und Märschen für wahre Begeisterung. Die jungen Musiker aus 20 Nationen verblüfften mit ihrer Präzision, die für ein echtes Klangerlebnis sorgte. Gut zwei Stunden lang zogen die Musiker die Zuhörer in ihren Bann.

Bei seiner Begrüßung zeigte sich Bürgermeister Carsten Grawunder erfreut, darüber, dass es gelungen war, die „M:LW Festival Philharmonie“ zu gewinnen. Drensteinfurt war die letzte Station der Neujahrstournee, wie der Intendant der „Musiklandschaft Westfalen“, Dirk Klapsing , betonte, der auch immer wieder Erklärungen zu den Musikstücken gab. Zusammen mit dem Bürgermeister zeigte er auf, dass ein derartiges Event alles nur durch Sponsoring möglich sei. Der Dank galt dabei besonders der Sparkasse Münsterland Ost und der Gelsenwasser AG.

Zu Beginn des Programms wünschten die Musiker den Gästen noch ein frohes neues Jahr – und das in ihren jeweiligen Landessprachen. „Kaum ein besserer Weg, ein neues Jahr zu begrüßen, als mit Musik“, sagte Dirk Klapsing.

Los ging es dann mit Kompositionen von Johann Strauss. Als erstes erklang die Ouvertüre zur „Fledermaus“. Aber auch die Ouvertüre zum „Zigeunerbaron“, die „Tritsch-Tratsch-Polka“ und das Stück „An der schönen blauen Donau“ waren zu hören. Wie Dirk Klapsing betonte, handele es sich bei den dargebotenen Märschen um konzertante und nicht um militärische Stücke.

Für einen besonderen Genuss sorgte die Violinistin Liv Migdal, die erst im Herbst 2016 ihr Debütkonzert in der Berliner Philharmonie gegeben hatte und bereits mit zahlreichen internationalen Preisen ausgezeichnet wurde. Ihr gefühlvolles Spiel auf der Violine rief Bewunderung hervor. Bürgermeister Grawunder bedankte sich mit einem Blumenstrauß bei der Ausnahmegeigerin. Im Anschluss bot die Philharmonie Werke von Giacomo Rossini, Anton Dvorak und Johannes Brahms. Fast unvermeidlich erklang zum Schluss der „Radetzky Marsch“ von Johann Strauss (Vater). Den „Ungarischen Tanz No. 5“ von Johannes Brahms gab es noch als Zugabe. Intendant Dirk Klapsing bat das Publikum, lautstark abzustimmen, ob das Orchester im nächsten Jahr wiederkommen solle. Keine Frage! Er sah den Bürgermeister in der Pflicht, die Neujahrskonzerte mit dem Ensemble fortzusetzen. Gleichzeitig machte er auf die Reihe „So klingt der Sommer“ zum zehnjährigen Bestehen der „Musiklandschaft Westfalen“ von 30. Juni bis 1. September mit Ute Lemper aufmerksam.

Wie Dirk Klapsing erläuterte, musiziere die „Festival Philharmonie“ in ihrer aktuellen Zusammensetzung erst seit gut zwei Wochen gemeinsam. Bei den Musikern handele es sich um hoch talentierte Studierende und Absolventen von Hochschulen und Konservatorien aus der ganzen Welt. Angetan zeigte sich der Intendant vom guten Klang in der Teamschulaula.

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5419442?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F106%2F127%2F