Probleme mit der Eurobahn in West- und Ostbevern Das läuft ja gut an . . .

Ostbevern/Westbevern -

Nach einer Reibungslosen Übergabe der Bahnstrecke Münster-Osnabrück von der Westfalen- an die Eurobahn häufen sich nun die Probleme. Verspätungen und Ausfälle sowie kein Durchkommen bei der Hotline und unzureichende Informationen auf der Homepage – die Pendler sind unzufrieden.

Von Sebastian Rohling
Nach einer Reibungslosen Übergabe der Bahnstrecke Münster-Osnabrück von der Westfalen- an die Eurobahn häufen sich nun die Probleme rund um die RB 66.
Nach einer Reibungslosen Übergabe der Bahnstrecke Münster-Osnabrück von der Westfalen- an die Eurobahn häufen sich nun die Probleme rund um die RB 66. Foto: Sebastian Rohling

Seit Dezember fährt nicht mehr die Westfalenbahn auf der Strecke zwischen Münster und Osnabrück, sondern die Eurobahn , eine Marke der Keolis Deutschland GmbH. Und seit dem häufen sich nach WN-Informationen die Beschwerden.

Lokführer erkrankt und technische Probleme

„In erster Linie lagen die Probleme in den vergangenen Wochen daran, dass Lokführer erkrankt waren. In einigen anderen Fällen gab es hingegen technische Probleme mit den Zügen“, sagt Danica Dorawa von Eurobahn. Auf die Frage, wieso es bei der Kommunikation hakt, antwortet sie: „Unserer Anspruch ist, dass wir 24 Stunden, sieben Tage die Woche da sind. Wieso es in der Vergangenheit hier zu Problemen gekommen ist, kann ich derzeit nicht sagen. Wir sind aber dran.“

Bahnfahren wird zum "Glücksspiel"

Derweil häufen sich die Beschwerden in den sozialen Netzwerken, und auch die Redaktion erreichte Kritik. „Der Weg zur Arbeit ist mit der Bahn ist derzeit mehr ein Glücksspiel“, „Da steht man in Münster, wartet auf den Zug, aber es kommt keiner. Angeschlagen ist aber nichts“ oder „Für Berufspendler nicht tragbar und auch durch die Witterung nicht zu erklären“, sind nur einige der Kommentare.

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Für viele Pendler steht fest, dass es zwar auch bei dem Vorgänger, der Westfalenbahn, immer wieder mal Probleme gegeben habe, aber längst nicht in dieser Menge. „Wirklich schade und unzumutbar, dass ein so zuverlässiger Betreiber wie die Westfalenbahn gegen einen, der sein Unvermögen bereits jahrelang den Pendlern auf der Strecke Münster-Bielefeld „beweisen durfte“, ausgetauscht wurde“, heißt es dazu in einem Kommentar, der die Redaktion erreichte.

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Auch bei uns mehren sich die Beschwerden.

Uli Beele

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Ob, wann und wie sich das Verhältnis zwischen Bahnfahrern und Eurobahn entwickeln wird, bleibt derzeit abzuwarten. Allerdings ist die Problematik auch schon bis zum Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) vorgedrungen. „Wir haben diese atypische Häufung von Problemen durchaus mitbekommen. Auch bei uns mehren sich die Beschwerden“, sagt Pressesprecher Uli Beele. Wieso es zu den Problemen kommt, kann aber auch er nicht beantworten. „Wir wissen es nicht. Deswegen haben wir nun eine offizielle Anfrage an das Unternehmen gestellt und wollen eine verbindliche Antwort.“ Diese soll die Eurobahn aber nicht nur dem Zweckverband übermitteln, sondern offiziell verkünden. Denn die Probleme beziehen sich nicht nur auf die Strecke zwischen den beiden Städten des Westfälischen Friedens. „Auf allen Strecken des Teutoburger-Wald-Netzes gibt es immer wieder Probleme.“

Wenig Trost bietet da die namentliche Nennung Ostbeverns auf dem Fahrplan, die es so zuletzt nicht mehr gegeben hatte. Denn wo kein Zug, da auch keine Haltestelle. . .

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