Video-Projekt: Was ist hier los in den Sozialen Netzwerken? Jugendlichen Stimme geben

Warendorf -

Im ersten Beitrag geht es um Generationskonflikte: wenn Mutter es lieber sieht, dass der Nachwuchs an der frischen Luft ist, als im Internet Zeit zu verschwenden, aber keine Ahnung hat, wie sinnvoll dieses sein kann. Die Töchter fragen sich, was wohl andere Erwachsene darüber denken, gehen auf die Straße und führen Interviews durch. Anschließend erklären sie es der Mutter. Die ist hin weg von den Möglichkeiten.

Die beiden Filme zum Themenkomplex Soziale Medien regten die Zuschauer zu reger Diskussion über Chancen und Risiken des Internets an.
Die beiden Filme zum Themenkomplex Soziale Medien regten die Zuschauer zu reger Diskussion über Chancen und Risiken des Internets an. Foto: Marion Bulla

Was Jugendliche antreibt, was ihnen fehlt und was sie sich wünschen – das war am Dienstagabend Thema im HoT. Zum zweiten Mal hatte das Jugendzentrum in Kooperation mit der Gesamtschule ein medienpädagogisches Projekt für Achtklässler angeboten.

Im vergangenen Jahr war es um Generationen und Flüchtlinge gegangen, diesmal lag der Schwerpunkt auf den Sozialen Netzwerken. Zwei Kurzfilme, die im Juli diesen Jahres mit Unterstützung von Steffi Köhler produziert worden, wurden den Mitgliedern des Sozialausschusses vorgestellt. Die Medientechnikerin zeigte sich begeistert ob der Kreativität der Hobbyfilmer. Eine Woche lang waren die beiden Gruppen mit jeweils fünf Schülern unterwegs, führten Interviews oder drehten kleine Szenen.

Auch Annika und Junis gehörten zu den Gesamtschülern, die dabei waren. Sie moderierten die Präsentation und erklärten den zahlreichen Besuchern, darunter auch Politiker aus dem Sozialausschuss, die Ideen. Das Motto des Partizipationsprojektes lautete: „Was ist hier los in den Sozialen Netzwerken?“

Der zweite Film beschäftigt sich mit einem ernsten Thema, dem Cyber-Mobbing. Er zeigt, dass Soziale Netzwerke auch Gefahren mit sich bringen können.

Am Ende der Vorführung wurden viele Fragen gestellt und über die Inhalte diskutiert. Vor allem die Mitglieder des Ausschusses und der Verwaltung hatten viel Lob für die Leistung der Schüler.

Die Video-AG kommt gut an bei den Jugendlichen und soll nun dauerhaftes Projekt werden. „Die Zwölf- bis 27-Jährigen sind etwas aus dem Blick geraten. Sie sind ja eher unauffällig, haben aber dennoch was zu sagen“, so Stadtjugendpfleger Ansgar Westmark.

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