Fußball: Kreisliga A Steinfurt Standard-Spektakel mit Happy End

Horstmar -

Fünf Treffer, aber nur zwei Torschützen. Und alle wurden nach einem ruhenden Ball erzielt. Die Partie zwischen Germania Horstmar und Grün-Weiß Rheine war ein interessantes Spektakel, das sehr spät seinen verdienten Sieger fand.

Von Jan Gudorf
Lange musste der TuS um seinen Heimsieg bangen, am Ende aber fuhren Sebastian Wehrmann (r.) und Steffen Exner (2.v.l.) den verdienten Lohn ein.
Lange musste der TuS um seinen Heimsieg bangen, am Ende aber fuhren Sebastian Wehrmann (r.) und Steffen Exner (2.v.l.) den verdienten Lohn ein. Foto: Jan Gudorf

Es war zum Verzweifeln. Der TuS Germania Horstmar drückte auf den Siegtreffer, doch vergab Chance um Chance. Die allerletzte brachte dann aber die Erlösung: Matchwinner Tim Hellenkamp verwandelte in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum verdienten 3:2 (1:2)-Sieg gegen Grün-Weiß Rheine – sein dritter Treffer des Tages.

Die Gäste überließen zunächst dem TuS den Ball und konzentrierten sich aufs Verteidigen. Vorne nutzten sie ihre erste Chance zum 1:0. Dennis Gottschlich war nach einem Freistoß per Kopf erfolgreich (11.) – es sollte nicht das letzte Standardtor bleiben. Denn auch Horstmar, das in der Zwischenzeit immer mehr das Kommando übernommen hatte, traf nach einem Freistoß. Hellenkamp nickte den von Felix Oepping geschlagenen Ball in die Maschen (37.).

Kurz vor der Pause dasselbe Szenario auf der anderen Seite: Erneut brachte Gottschlich die effektiven Gäste per Kopf in Führung (44.). „Der Treffer so kurz vor der Halbzeit war gefährlich für den Kopf“, sagte André Rodine, der zugleich das Abwehrverhalten seines Teams bei den Gegentoren kritisierte.

Und tatsächlich waren nach dem Seitenwechsel zunächst die Gäste spielbestimmend, sie vergaben jedoch die große Chance zum 3:1 (59.). Es war der Startschuss für eine starke Schlussphase der Germania, die großen Druck erzeugte und dabei viel Risiko ging.

Es sollte sich auszahlen: Nach einer Ecke kam die Kugel auf die Gegenseite zu Torsten Höing, dessen Hereingabe erneut Hellenkamp mit dem Schädel verwertete (67.). Die Gastgeber hielten den Druck aufrecht, doch selbst die größten Chancen wusste er nicht zu nutzen. Eine letzte – die größtmögliche – erhielt er aber noch, nachdem Jan Carvalho im Strafraum gefoult worden war. Hellenkamps dritter Streich sorgte schließlich für den erlösenden Jubel.

TuS : Schenkwald – Jung, Oepping, Höing, A. Berkenbrock – Kosakowski (75. Backhaus), Wehrmann, Hellenkamp, Exner – Sunke (83. L. Berkenbrock), Smith (90.+1 Carvalho). – Tore : 0:1 und 1:2 Gottschlich (11. und 44.), 1:1, 2:2 und 3:2 Hellenkamp (37., 67., 90.+4).

Leserkommentare
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/5209610?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F35344%2F