Fußball: Kreisliga B „Phantomtor“ in Laer sorgt für Ärger

Laer -

Im Spiel gegen die SpVgg. Langenhorst/Welbergen bejubelten die Spieler des TuS Laer bereits das 2:0, weil sie den Ball im Netz wähnte. Doch das hatte ein Loch, weshalb die Gemüter hüben wie drüben hochkochten.

Von Heiner Gerull
Christian Holtmann (am Boden) erzielte den Treffer zum 3:1-Sieg für die SpVgg. Langenhorst/Welbergen beim TuS Laer II. Das Sportliche geriet angesichts der Diskussionen um ein „Phantomtor“, das der TuS erzielt haben soll, zur Nebensache.
Christian Holtmann (am Boden) erzielte den Treffer zum 3:1-Sieg für die SpVgg. Langenhorst/Welbergen beim TuS Laer II. Das Sportliche geriet angesichts der Diskussionen um ein „Phantomtor“, das der TuS erzielt haben soll, zur Nebensache. Foto: Christian Lehmann

War es ein „Phantomtor“, so wie es der damalige Nationalstürmer Thomas Helmer am 32. Bundesliga-Spieltag der Saison 1993/94 in der Partie des FC Bayern München gegen den 1. FC Nürnberg erzielt hatte? In der Begegnung des TuS Laer II gegen die SpVgg. Langenhorst/Welbergen (1:3) sorgte ein vergleichbarer Vorfall gestern Nachmittag für hitzige Diskussionen. Was war geschehen? Nachdem die Gastgeber durch Raphael Frieling in der achten Minute in Führung gegangen waren, bejubelten die Laerer in der 42. Minute bereits das vermeintliche 2:0, weil sie den Ball im Netz wähnten. Das jedoch hatte ein Loch, was der Schiedsrichter bei der Überprüfung der beiden Tore vor Spielbeginn offenbar übersehen hatte. Es folgte ein minutenlanger Wortwechsel, in dem es darum ging, ob die Kugel, die nun hinter dem Tor lag, im Netz gelandet sei oder nicht. Da sich auch der Schiedsrichter nicht sicher war, befragte er den Langenhorster Keeper Christian Kuhmann. Da antwortete offensichtlich, der Ball sei über das Tor geflogen, worauf der Unparteiische auf Abstoß entschied.

Diese Entscheidung sorgte beim TuS Laer für mächtig Ärger, weil er sich um einen korrekt erzielten Treffer betrogen fühlte. Als die Langenhorster nur wenige Augenblicke später auch noch durch Kevin Wenning den 1:1-Ausgleich erzielten, waren die Spieler der TuS-Reserve restlos bedient; zumal sie nach weiteren Treffern von Wenning (49.) und Christian Holtmann (73.) sogar noch mit 1:3 verloren.

Sicher ist, dass dieser Vorfall ein Nachspiel haben wird. Nun ist die Sportgerichtsbarkeit gefragt.

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