Reiten: K+K-Cup Münster früh Zuschauer, Unna-Hamm und Steinfurt siegen am Westfalentag

Münster -

Wieder wurde es nichts mit dem Traum vom Sieg oder zumindest vom Podest. Sowohl die Springreiter als auch die Dressur-Equipe des Kreisreiterverbands Münster scheiterte beim Westfalentag frühzeitig. Die Titel gingen nach Unna-Hamm und Steinfurt.

Von Henner Henning
Den Titel bei den Springreitern sicherte sich der KRV Unna-Hamm mit Franz-Josef Dahlmann jun., Kathrin Wacker, Laura Hinkmann und Lutz Gripshöver (v.l.).
Den Titel bei den Springreitern sicherte sich der KRV Unna-Hamm mit Franz-Josef Dahlmann jun., Kathrin Wacker, Laura Hinkmann und Lutz Gripshöver (v.l.). Foto: Jürgen Peperhowe

Früh Feierabend hatte am Mittwoch das Quartett des Reiterverbands Münster – allerdings unfreiwillig. Wie im Vorjahr verpasste die Equipe des Gastgebers am ersten Tag des K+K-Cups bei den Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften das Finale der besten fünf Teams und schied als Achter aus. Eine leichte Verbesserung im Vergleich zu Rang elf aus dem Vorjahr, für große Jubelsprünge aber sorgte die Steigerung nicht. Doch Oliver Schulze Brüning, Mannschaftsführer und Turnierchef in Personalunion, ließ sich den Humor nicht nehmen. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung“, sagte er.

Als zweites von 17 Teams – der KRV Lippstadt hatte kurzfristig abgesagt – war Münster in den vier Durchgängen jeweils an der Reihe, den Anfang machte Zascha Nygaard . Die Dänin, die den eigentlich vorgesehenen Laurenz Buhl vertrat, legte eine solide Runde vor. Einziger Makel: Nygaard ritt so bedächtig, dass sie sich einen Strafpunkt für Zeitüberschreitung einhandelte. „Zascha wusste als zweite Reiterin noch nicht, wie der Parcours läuft und war daher zu langsam“, erklärte Schulze Brüning.

Dass ihr Resultat das beste der münsterischen Auswahl blieb, war in der Folge das Problem. „Es lief einfach nicht. Alle hatten eine kleine Unkonzentriertheit“, sagte Schulze Brüning – und dies traf auf das folgende Trio unisono zu. Philipp Schulze Topphoff startete mit einem Wackler am ersten Hindernis, hielt sich dann aber bis zum sechsten mit Concordess schadlos, ehe die Stange fiel. Bei Philipp Hartmann war die Null schon nach dem dritten Sprung nicht mehr zu halten, auch Schlussreiterin Ingrid Klimke beendete im Sattel von Parmenides den Umlauf mit vier Strafpunkten, nachdem sie wie Schulze Topphoff am sechsten Hindernis gepatzt hatte. Spätestens da waren die Hoffnungen, nach 2013 wieder den Titel zu gewinnen, geplatzt. Allerdings hätte es auch mit einem Abwurf weniger nicht für den Finaleinzug gereicht. „Aber wir probieren es im nächsten Jahr wieder“, so Schulze Brüning.

Dann gilt es, einen Nachfolger für den KRV Unna-Hamm zu finden. Franz-Josef Dahlmann, Laura Hinkmann, Kathrin Wacker und Lutz Gripshöver lösten den KRV Steinfurt ab, der in den beiden Jahren zuvor gewonnen hatte und diesmal hinter dem Verband Pferdesport im Sauerland Dritter wurde.

Wie ihre Springreiterkollegen waren auch Münsters Dressurreiterinnen früh in der Zuschauerrolle. Allerdings verpasste die von Sebastian Heinze betreute Equipe mit Maike Mende mit Rothschild (Platz acht), Svenja Limberg mit Riley (13.) und Sabrina Geßmann mit Blue Bayou (15.) als sechstes Team nur knapp das Finale. In dem dominierten wie in der Quali die Steinfurter, für die in der Entscheidung Petra Middelberg und Ann-Christin Wienkamp den KRV Warendorf und den KRV Ennepe-Ruhr-Hagen auf die Plätze verwiesen.

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