Leichtathletik: Leonardo-Campus-Lauf
Karibische Gefühle beim Lauf auf dem Leonardo-Campus

Münster -

Sommerliche Temperaturen, ein ungewöhnliches und ungewöhnlich schönes Ambiente mit Kopfsteinpflaster und Backsteinarchitektur sowie eine gute Organisation: Der Leonardo-Campus-Lauf lockte wieder rund 4000 Aktive auf die Strecke. Bestzeiten sind ob des winkligen Kurses ohnehin nicht gefragt. Dabei zu sein ist das Maß (fast) aller Dinge.

Mittwoch, 20.06.2018, 20:54 Uhr

Feine Atmosphäre: Der Start zum ersten Fünf-Kilometer-Lauf sah ein ebenso volles Teilnehmerfeld, wie bei den folgenden Läufen mit insgesamt 4000 Teilnehmern. Foto: Wilfried Hiegemann

Leichtathleten sind grundsätzlich restlos unempfindlich. Auch wenn „der Lorenz“ so richtig knallt, schnüren sie die leichten Schuhe. So geschehen beim Leonardo-Campus-Run des münsterischen Hochschulsports, dessen 18. Auflage zumindest bei den Nachmittagsläufen „karibische Gefühle“ erzeugte.

Knapp 4000 Aktive

Moderatorin Sigrun Damas formulierte so in bester Absicht, die Laune der Strapazierten aufzuhellen. Mit Co-Moderator Christoph Edeler an der Seite, ausgeliehen von der TU Dortmund, sorgte Dauerbrennerin Damas für Durchblick und ganz sicher auch Durchhaltevermögen bei den knapp 4000 Aktiven, die dieser in seiner Art nicht kopierbare Straßenlauf anzog. Das siebenteilige Angebot zwischen 555 Metern und zehn Kilometern auf der späten „Königsetappe“ findet Jahr für Jahr seine Enthusiasten. Weil der Hochschulsport so viel Wert auf Atmosphäre und Feinheiten legt.

18. Auflage des Leonardo-Campus-Run in Münster

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  • 18. Auflage des Leonardo-Campus-Run in Münster
18. Auflage des Leonardo-Campus-Run in Münster Foto: Wilfried Hiegemann
  • 18. Auflage des Leonardo-Campus-Run in Münster Foto: Wilfried Hiegemann
  • 18. Auflage des Leonardo-Campus-Run in Münster Foto: Wilfried Hiegemann
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  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • 18. Auflage des Leonardo-Campus-Run in Münster Foto: Wilfried Hiegemann
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  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Bestes Wetter beim traditionellen Leonardo-Campus-Run. Foto: Wilfried Hiegemann
  • Foto: Wilfried Hiegemann
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Und die Teilnehmer von der Uni, aus Unternehmen und Vereinen oder Schulen sind von sehr unterschiedlichen sportlichen Ambitionen getrieben. Da schafft es die 300-köpfige Schülerschar des Hittorf-Gymnasiums einmal mehr, das stärkste Aufgebot der weiterführenden Schulen zu stellen und den Sparkassen-Preis mitzunehmen. 15 Lehrkräfte betreuen die Kids, die 2,5 km oder fünf km auf sich nehmen.

Erste Vorbereitungen auf den Münster-Marathon

Die besonders sportlichen Pädagogen wie die als Fußballer bekannten Kay Göttsch, Sebastian Heinrich oder Ralph Hilderscheid feuern die Lernenden an. „Für die 120 Zehntklässler ist der Lauf verpflichtend“, erklärte Göttsch. „Es stoßen immer wieder etliche Freiwillige zur Gruppe.“ Die Dreifaltigkeit­schule wurde als beste Grundschule ausgezeichnet, die Johannisschule als prozentual aktivste Penne.

Auch ein Lauf-Ass wie Yannick Rinne (LSF Münster) nutzt den LCR mit seinen fast schon lieb gewordenen typischen Eigenschaften wie dem wechselnden Bodenbelag, der von Kopfsteinpflaster über Rasen und Asphalt bis zur Tartanbahn alles bietet. Nur eines nicht, die Chance auf Bestzeiten. „Das macht nichts, das weiß man ja“, sagte Rinne nach fünf Kilometern in 16:28 Minuten. „Ich nehme bald die Vorbereitung auf den Münster-Marathon in Angriff und will jede Chance ergreifen, daheim zu laufen.“ Tatsächlich lief Rinne in Münster noch nie die 42,195 km. „Jetzt endlich schaffe ich es mal!“

Eingespieltes Team sorgt für reibungslosen Ablauf

581 Unentwegte wagten sich bei günstigeren Temperaturen auf die zehn Kilometer, die LGO Dortmunds Michael Wilms in 34:03 Minuten für sich entschied. Die schnell ihre Konkurrenz distanzierende Julia Kümpers aus Aachen siegte in 37:37 Minuten zum Abschluss eines heißen Tages.

HSP-Chef Jörg Verhoeven und Wettkampfleiter Tim Seulen setzen für die gesamte LCR-Organisation elf Hauptamtliche ein, sechs Auszubildende, 15 studentische Hilfskräfte und 90 Helfer an der Strecke. Das eingespielte Team beherrscht sein Fach. „Deshalb macht es auch uns so viel Spaß“, sagte Verhoeven.

Es gibt wenige andere Veranstaltungen, wo man so wenig hinterher gucken muss.

Jürgen Sieme, Kreisleichtathletikausschuss

Jürgen Sieme, für den Kreisleichtathletikausschuss als amtliche Aufsicht vor Ort, wertete: „Es ist vortrefflich hier – es gibt wenige andere Veranstaltungen, wo man so wenig hinterher gucken muss.“ Auch deshalb dürfte einer 19. Auflage im kommenden Jahr nichts im Wege stehen.

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