Fußball: 3. Liga
Preußen verlieren Antwerpen-Debüt in Meppen

Meppen -

Der erhoffte Aufschwung durch den Trainerwechsel hat beim SC Preußen noch nicht stattgefunden. Zumindest, wenn nur das Ergebnis zählt. Beim SV Meppen verlor Münster den Rückrundenauftakt mit 0:2 (0:1) trotz klarer Überlegenheit.

Sonntag, 21.01.2018, 15:01 Uhr

SC Preußen Münster - SV Meppen - Scherder gegen Benjamin Girth
SC Preußen Münster - SV Meppen - Scherder gegen Benjamin Girth Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen Münster steckt weiter tief im Tabellenkeller fest. Durch das 0:2 (0:1) beim SV Meppen setzte sich auch die Auswärtsmisere fort. Es war das achte sieglose Spiel in Serie in der Fremde. Möglich gewesen wäre allerdings sogar ein Sieg. Denn das Team hatte weitaus mehr Spielanteile und auch ein paar gute Chancen.

Mit seiner ersten Liga-Aufstellung ließ Trainer Marco Antwerpen bei seinem Debüt durchaus aufmerken. Dass Nils Körber die Nummer eins gegenüber Max Schulze Niehues verteidigte, kam weniger überraschend. Und auch der Vorzug von Lion Schweers im Abwehrzentrum vor Ole Kittner war erwartet worden.

Mutigen Preußen fehlte nur die letzte Präzision

Doch erstmals in dieser Saison blieb Stéphane Tritz auf der Bank, dafür rückte Fabian Menig in der Viererkette von links nach rechts und Jeron Al-Hazaimeh für ihn in die Startelf. Danilo Wiebe wurde rechtzeitig fit und bildete mit Sandrino Braun, der eine neue Chance erhielt, die Doppel-Sechs. Michele Rizzi blieb nach seiner Trainingspause auf der Bank, Nico Rinderknecht agierte daher als Zehner. In der Offensive tauschten Tobias Rühle (links) und Philipp Hoffmann (rechts) die Seiten. Sein Kader-Debüt feierte Lucas Cueto nach langer Verletzungsauszeit. Martin Kobylanski blieb im Emsland nur die Bank, Lennart Stoll fehlte wie A-Junior Cyrill Akono im Aufgebot.

SV Meppen vs. Preußen Münster

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  • SV Meppen vs. Preußen Münster
SV Meppen vs. Preußen Münster Foto: Jürgen Peperhowe
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Die erste Möglichkeit hatte Thilo Leugers, dessen abgefälschter Schuss sich aufs Netz senkte nach 90 Sekunden. Doch das war kein Indiz für die Spielanteile. Der SCP war mutig, attackierte dosiert, aber clever und näherte sich immer mal wieder dem Sechzehner. Oft fehlte nur die letzte Präzision.

Lesen Sie hier den Spielverlauf nach:

Dann aber verlagerte sich das Geschehen in die andere Hälfte. Erst hatte Keeper Nils Körber Glück, dass Schiedsrichter Alexander Sather ein Foul von Benjamin Girth an ihm gesehen hatte, als er sich die Kugel nach einer Ecke selbst ins Netz legte (19.). Mit dem anschließenden völlig verpatzten Freistoß leitete er aber quasi selbst den nächsten SVM-Angriff ein, unterlief dann die Flanke von Nico Granatowski, Luka Tankulic legte den Ball noch mal nach innen, und Martin Wagner drückte ihn mühelos in die Maschen zum 1:0 (20.).

Es fehlte die Durchschlagskraft

Münster musste sich erst mal sammeln, hatte durch Simon Scherder zwar eine Kopfballchance (28.) nach Brauns Ecke, doch der Rückstand lähmte schon ein wenig. Immer öfter versprangen im Vorwärtsgang auf dem natürlich alles andere als idealen Rasen die Bälle. Optisch war der Gast überlegen, doch es dauerte bis zur 41. Minute, ehe es mal richtig gefährlich wurde.

Schweers schickte Adriano Grimaldi auf holprigem Untergrund ins Laufduell mit Marcel Gebers und Jovan Vidovic, es kam zum Billard-Abschluss, auch Keeper Eric Domaschke hatte seine Finger im Spiel. Zum Schluss flipperte das Leder vom Fuß des Preußen-Kapitäns neben das leere Tor. Noch fahrlässiger war jedoch die Szene kurz darauf, als Hoffmann allein in den Strafraum stürmte, sich den Ball aber in der Überzahl zu weit vorlegte (44.).

Keine schlechte Vorstellung des Tabellen-17. - aber es fehlte die Durchschlagskraft. Daran änderte sich auch nach dem Wechsel erst mal nichts. Der SCP klar überlegen, sehr bemüht, aber die Mannschaft traf in letzter Konsequenz die falschen Entscheidungen. Mit Kobylanski für den zumindest unglücklichen Rinderknecht versuchte Antwerpen, nach einer Stunde einen Akzent zu setzen. Und der Pole haute gleich mal einen raus: Nach Grimaldis Ablage nagelte er den Ball aus 16 Metern Richtung Winkel, doch Domaschke boxte ihn noch irgendwie raus (66.). Nach dieser Szene kam auch Angreifer Tobias Warschewski (für den vorbelasteten Al-Hazaimeh) rein. Damit stellte Münster auf Dreierkette um. Alles nach vorne, vier nominelle Stürmer auf dem Rasen. Wiebe hatte einen Abschluss (72.), der Ball landete aber in Domaschkes Armen.

Einzelkritik: SV Meppen gegen Preußen Münster

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  • Adriano Grimaldi

    Adriano Grimaldi: Die Großchance kurz vor der Pause hätte er natürlich nutzen müssen. Legte aber viele Bälle für seine Kollegen ab, kämpfte mit großem Herzen, machte etliche Meter und attackierte vorne sinnvoll. Note: 3

    Foto: SCP
  • Danilo Wiebe: Sehr präsent in der Zentrale, versuchte das Spiel zu ordnen, schaltete sich auch mehrfach nach vorne ein. Konnte als Mittelfeldchef aber auch keine Wende herbeiführen. Note: 3,0

    Foto: SCP
  • Fabian Menig: Erstmals als Rechtsverteidiger aufgeboten und mit etwas mehr Vorwärtsdrang als auf der linken Seite. Riss seine Kollegen mit seiner Körpersprache mit. Allerdings setzte er auch diesmal nach vorne keine entscheidenden Akzente. Note: 3

    Foto: SCP
  • Jeron Al-Hazaimeh: Wieder zurück, nachdem er unter Trainer Benno Möhlmann einen schweren Stand hatte. Früh gelbbelastet, doch danach mit einigen mutigen Wegen nach vorne. Baute mit der Zeit allerdings ab und musste dann raus. Note: 3,5

    Foto: SCP
  • Lion Schweers: Sehr gute Bälle im Aufbau wechselten sich mit einigen unpräzisen ab. In seiner Grundaufgabe aber nahezu ohne Fehl und Tadel. Stark in der Luft, kompromisslos am Boden, einfach sehr stabil. Note: 2,5

    Foto: SCP
  • Lucas Cueto: Sein Kurz-Comeback freute alle Preußen. Hatte auch einige sehr gute Ansätze im Repertoire. Keine Note

    Foto: SCP
  • Nico Rinderknecht: Kein glücklicher Auftritt des Mittelfeldmannes. Verlor in den meisten Zweikämpfen den Ball, kam da meist einen Schritt zu spät und verzettelte sich zu oft. Wurde als Erster ausgewechselt. Note: 4,5

    Foto: SCP
  • Nils Körber: Erhielt den Vorzug vor Max Schulze Niehues, rechtfertigte diesen aber nicht. Eine schwarze Minute, die 20., leistete er sich. Erst ein Eigentor, das zu Unrecht nicht zählte, dann ein fataler Freistoß und eine unterlaufene Flanke. Der Elfmeter war ihm allerdings nicht anzukreiden. Note: 5

    Foto: SCP
  • Philipp Hoffmann: Von allen Preußen hatte er die größten Schwierigkeiten mit dem Boden. Öfter versprang ihm der Ball. Manchmal fehlte der Blick für den freien Mann, manchmal der Zug zum Tor. Immerhin stark involviert auf der rechten Seite. Note: 4

    Foto: SCP
  • Sandrino Braun: Anfangs mit einigen wichtigen Ballgewinnen, schmiss sich wie gewohnt in die Eins-gegen-eins-Duelle. Allerdings erneut mit keiner guten Passquote. So verschuldete er das 0:2, als sein Anspiel nicht bei Schweers, sondern beim Gegner landete. Note: 3,5

    Foto: SCP
  • Simon Scherder: Seine Premiere in der Innenverteidigung in dieser Saison war eine gelungene. Ging kämpferisch voran, übernahm gleich eine Chefrolle und zeigte ein gutes Zweikampfverhalten. Note: 2,5

    Foto: SCP
  • Tobias Rühle: Die Versetzung auf die linke Bahn brachte noch nicht den erhofften Effekt. Dass er sich rechts wohler fühlt, ist anzunehmen. Trotzdem warf er sich immer wieder rein, versuchte Dampf zu machen und spielte ein paar gute Bälle. Note: 3,5

    Foto: SCP
  • Tobias Warschewski: Mit ihm stellte Trainer Marco Antwerpen auf 3-5-2 um, der Youngster blieb allerdings ohne nennenswerte Szene. Keine Note

    Foto: SCP
  • Martin Kobylanski: Hämmerte nach seiner Einwechslung gleich mal die Kugel aufs Tor, scheiterte aber an Eric Domaschke. Ansonsten kaum auffällig. Note: 3,5

    Foto: SCP

Eigentlich eine gute Leistung

Die Entscheidung fiel wenig später. Braun spielte einen schlimmen Fehlpass, Marius Kleinsorge tauchte daher allein vor Körber auf. Der Keeper brachte ihn zu Fall, allerdings suchte der Meppener ganz klar den Kontakt. Eigentlich kein Elfmeter. Schiedsrichter Alexander Sather gab ihn dennoch. Leugers sagte danke und versenkte den Ball (75.).

Das war es dann für die Gäste. Lucas Cueto kam noch für Hoffmann zu seiner Premiere nach langer Leidenszeit und hatte sogar den Anschluss auf dem Fuß (90.+1). Das war aber dann auch der einzige positive Aspekt aus SCP-Sicht. Von der guten Leistung konnte sich das Team nichts kaufen.

Zum Spiel:

SVM: Domaschke - Ballmert, Gebers, Vidovic, Senninger - Puttkammer, Leugers - Tankulic (79. Kremer), Wagner (62. Kleinsorge), Granatowski (80. Geiger) - Girth

SCP: Körber - Menig, Schweers, Scherder, Al-Hazaimeh (67. Warschewski) - Braun, Wiebe - Hoffmann (77. Cueto), Rinderknecht (60. Kobylanski), Rühle - Grimaldi

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

Tore: 1:0 Wagner (20.), 2:0 Leugers (75./FE)

Zuschauer: 9107

Gelb: Al-Hazaimeh, Scherder, Menig

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