Kanadisches Duo
Lawes und Morris erste Olympiasieger im Mixed-Curling

Den neu geschaffenen olympischen Wettbewerb Mixed-Curling dominierten ehemalige oder aktuelle Liebespaare. Am Ende gewann jedoch das einzige nicht auch privat liierte Duo. Kaitlyn Lawes und John Morris hatten bereits in den traditionellen Teams Gold gewonnen.

Dienstag, 13.02.2018, 14:02 Uhr

Die Kanadier Kaitlyn Lawes und John Morris sind die ersten Olympiasieger im Mixed-Curling.
Die Kanadier Kaitlyn Lawes und John Morris sind die ersten Olympiasieger im Mixed-Curling. Foto: Peter Kneffel

Pyeongchang (dpa) - Das kanadische Duo Kaitlyn Lawes und John Morris hat die olympische Premiere im Mixed-Curling gewonnen. Am Dienstag setzten sich beide im Finale in Pyeongchang deutlich mit 10:3 gegen die Weltmeister Jenny Perret und Martin Rios aus der Schweiz durch.

Damit gewann das einzige Paar der Halbfinal-Duos, das nicht aktuell oder ehemals auch privat liiert ist oder war.

«Das fühlt sich einfach fantastisch an», sagte Morris. «Als Curler oder Eishockeyspieler aus Kanada muss man einfach Gold mit nach Hause bringen. Ich bin so froh, dass uns das gelungen ist.»

Für das Siegerpaar war es indes keine Gold-Premiere. Morris hatte bereits in Vancouver 2010 mit dem traditionellen Curling-Team aus vier Spielern olympisches Gold gewonnen. Lawes gelang dies vier Jahre später in Sotschi. «Das klingt surreal. Es ist eine unfassbare Ehre, für sein Land noch einmal eine Goldmedaille mit nach Hause zu bringen», sagte die 30 Jahre alte Lawes.

Das ehemalige Paar Perret und Rios gab sich demütig. «Es fühlt sich furchtbar an, aber es ist meine Schuld. Mit meiner Leistung bin ich überhaupt nicht zufrieden. Jenny konnte spielen, was sie wollte, sie konnte dann auch nichts mehr machen», sagte Rios.

Bronze hatte zuvor ein Ehepaar gewonnen: Anastassija Brysgalowa und Alexander Kruschelnizki für die Olympischen Athleten aus Russland nach einem 8:4 gegen die Norweger Kristin Skaslien und Magnus Nedregotten. «Es ist sehr wichtig, dass wir eine Familie sind», sagte Brysgalowa zur Bronzemedaille. «Dadurch haben wir die Niederlage zuvor wesentlich besser verarbeitet.» Das Halbfinale hatten beide gegen das Schweizer Team 5:7 verloren.

Das russische Paar ist seit dem vergangenen Jahr verheiratet, 2016 hatten sie zusammen die WM gewonnen. Dem norwegischen Duo half die Partnerschaft außerhalb des Eises dagegen nicht. «Es nervt natürlich, Bronze nicht gewonnen zu haben», sagte Skaslien.

Der gemischte Wettbewerb mit jeweils einem Mann und einer Frau in den kürzeren Partien als bei den gewohnt größeren Teams wurde in Pyeongchang erstmals bei Winterspielen durchgeführt. Ein deutsches Paar war in Südkorea nicht dabei.

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