IOC
Olympia-Bewerbungsverfahren: Münchens Nein Grund für Reform

Pyeongchang (dpa) - Unter anderem die ablehnende Haltung Münchens zu einer Bewerbung um die Winterspiele 2022 hat das Internationale Olympische Komitee zu einem Umdenken veranlasst.

Dienstag, 13.02.2018, 13:02 Uhr

ICO-Mitglied John Coates äußerte sich in Pyeongchang über die Reform bei der Olympia-Bewerbungsverfahren.
ICO-Mitglied John Coates äußerte sich in Pyeongchang über die Reform bei der Olympia-Bewerbungsverfahren. Foto: Patrick Semansky

IOC-Mitglied John Coates sagte in einer Medienrunde in Pyeongchang: «Als im Bewerbungsprozess für die Winterspiele 2022 nur zwei asiatische Städte übrig geblieben waren, haben wir realisiert, dass wir etwas tun müssen.»

Nur der spätere Sieger Peking und Almaty in Kasachstan waren bis zum Schluss im Rennen geblieben. Die Münchner Bewerbung war nach einem Referendum nicht zustande gekommen. Auch in der Schweiz und in Österreich scheiterten Olympia-Pläne am Widerstand der Bevölkerung.

Das IOC will sich mit ihrem nun verabschiedeten, 118 Reformen umfassenden Programm «Die neue Norm» von dem gerade in westlichen Staaten kritisierten Gigantismus der Spiele verabschieden. Die Spiele sollen «einfacher, billiger und flexibler» werden, sagte Coates. Ein Beispiel: Ab den noch nicht vergebenen Winterspielen 2026 darf der Gastgeber nicht mehr eigens für die Spiele eine Bob- und Rodelbahn bauen. Bestehende Anlagen sollten genutzt werden, auch wenn sie jenseits der Grenzen des Gastgeberlandes liegen.

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