Beat Beat Heart Improvisiertes Sinnieren

Der neue deutsche Independent-Film findet erfreulicherweise immer öfter den Weg in den regulären Spielbetrieb: Zu den Vorreitern Jakob Lass („Tiger Girl“) und Axel Ranisch („Dicke Mädchen“, „Tatort: Babbeldasch“) gesellt sich nun Luise Brinkmann mit ihrem Abschlussfilm an der Kölner Filmhochschule.

Von Gian-Philip Andreas
Eine Frau sinniert in der Uckermark.
Eine Frau sinniert in der Uckermark. Foto: Daredo

Beim Dreh wurde, wie bei den Kollegen, viel improvisiert, was all jene stören wird, die die in Dramaturgie und Klang durchsynchronisierte Trutschigkeit deutscher Fernsehfilme für echte Filmkunst halten. Dagegen freut das all jene, die das deutsche Kino endlich mal wieder frei atmen sehen dürfen.

In diesem Fall sinnieren vier Frauen in der sommerlichen Uckermark beim Renovieren eines alten Gutshofs über Liebe, Herzeleid und persönliche Freiheit nach. Kerstin ( Lana Cooper aus „Love Steaks“) trauert ihrem Ex hinterher, ihre Mutter (toll: Saskia Vester aus „KDD – Kriminaldauerdienst“) hat ihren Lover gerade in die Wüste geschickt, während Maya in exzessiver Promiskuität die Lösung zu finden glaubt. Sonnendurchflutete Bilder, starke Schauspielerinnen: In der Sommerfrische dieses erstaunlich frischen Films tut Liebeskummer gar nicht mehr so weh.

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