Flamme empor! Gleich starten zwei Familien aus der DDR mit ihrem selbst gebauten Heißluftballon zur Republikflucht mit dem Wind in den Westen.

„Ballon“ Nächtliche Überfahrt

Eine der spektakulärsten Fluchtgeschichten von Menschen, die aus dem Arbeiter- und Bauern-Staat DDR (1949-1989) in den Westen „rübermachten“, ist die der Familien Strelzyk und Wetzel, die es 1979 von Thüringen aus mit ihrem selbst gebauten Heißluftballon über die Grenze in die BRD schafften. Das Kritiker-Urteil: Spannender Flucht-Thriller nach einer wahren Geschichte.

Von Hans Gerhold

„Sweet Country“ Herausragender Australo-Western

Die nördlichen Territorien Australiens sind Ende der 1920er-Jahre alles andere als ein „süßes Land“ für Aborigine Sam. Er flieht durch die in spektakulären Bildern eingefangene Landschaft vor einem Suchtrupp. Kritiker-Urteil: ein herausragendes Drama!

Von Gian-Philip Andreas

„Die Unglaublichen 2“ Familie Parr zurück im Dienst

Es gibt nicht viele Sequels, auf die man sich in diesen Tage zwingend hat freuen müssen, „Die Unglaublichen 2“ gehörte aber unbedingt dazu.

Von Gian-Philip Andreas

„Ava“ Titelheldin liegt am Strand

Der Debütfilm von Léa Mysius führt an den sonnenüberfluteten Strand, wo Titelheldin „Ava“ (Noée Abita) eine typisch französische Geschichte ums Erwachsenwerden mit all seinen Schwierigkeiten erlebt. Das Besondere: Ava wird bald erblinden. Kritiker-Urteil: Hübsch.

„Offenes Geheimnis“ Missgunst auf dem Weingut

Oh, diese kastilischen Weinberge! Pittoresk wie in einer französischen Wohlfühlkomödie sieht es aus, wie der iranische Regisseur Asghar Farhadi (Oscar für „Nader und Simin“) da am Anfang die Vorzüge der dörflichen Gegend in der Nähe Madrids ins allerschönste Licht setzt, so pittoresk freilich, dass man früh ahnt, wie sehr bald alles in sich zusammenstürzen muss.

Von Gian-Philip Andreas

„The Man Who Killed Don Quixote“ Unvollendeter Kampf gegen Windmühlen

Der arrogante Werbefilm-Regisseur Toby (Adam Driver) kehrt nach zehn Jahren ins Dorf zurück, wo er seinen ersten Film drehte, der furchtbare Auswirkungen hatte. Der Schuhmacher, der den Ritter von der traurigen Gestalt spielte (Jonathan ­Pryce), hält sich im süßen Alterswahn für Don Quixote, eine Nebendarstellerin wurde Geliebte eines Oligarchen.

Von Hans Gerhold

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