Ein Traum im Garten
Freiluftküche bei Familie Aufderhaar

Es war Liebe auf den ersten Blick: Bei einer Gartenmesse entdeckten Silvia und Uwe Aufderhaar aus Steinfurt eine Outdoorküche ganz nach ihrem Geschmack. Wenige Wochen später stand sie in ihrem Garten – und der ist seitdem Küchenersatz, Treffpunkt und Oase gleichzeitig. Ein echter Lieblingsort, der dank seiner Konstruktion auch problemlos durch Winter und Stürme kommt. 

Montag, 30.04.2018, 15:04 Uhr

Viel Stauraum und natürlich der große Kamin: Ein Ofensetzer aus Nordwalde hat die Küche angefertigt. Foto: Marion Fenner

Wir leben in unserem Garten einen Traum“, sagt Silvia Aufderhaar . Der Mittelpunkt in dem liebevoll gestalteten Außenbereich hinter dem Haus in Steinfurt ist eine Freiluftküche. Ein gemütlicher und perfekt ausgestatteter Traum in leuchtendem Orange. „So eine Küche im Garten wollte ich immer schon haben“, schwärmt sie. Lange musste sie mit einer gemauerten Theke und einem Elektrogrill Vorlieb nehmen. Und dann eines Tages, bei der Ausstellung „Gartenträume“ auf der Burg Hülshoff stand sie vor ihr: die Küche, die sie sich in Gedanken immer ausgemalt hatte. Sie bestand aus mehreren Modulen mit Schränken, Schubladen und einer Feuerstelle. „Genau so wollte ich sie haben“, erinnert sich Silvia Aufderhaar.

Ursprüngliches Kochen

Acht Wochen später stand die Küche in ihrem Garten, mit dem passenden Fliesenspiegel drumherum, stimmungsvoller indirekter Beleuchtung und dem plätschernden Teich nebenan. Seitdem wird – so oft es geht – draußen gekocht. Über dem offenen Feuer auf dem Rost bereitet die Familie ihr Fleisch zu und in der Glut im Wok gart das Gemüse. Alles mit der besonderen rauchigen Note. „Wer hier einmal hier Iberico-Schweinefilet genossen hat, weiß, dass es fast nicht mehr besser geht“, sagt Silvia Aufderhaar. „Wir waren vorher gar nicht die großen Griller“, betont ihr Mann Uwe . „In unserer Freiluftküche wird auch nicht einfach nur gegrillt, hier bereiten wir komplette Gerichte zu.“ Und das alles einfach, schnell und unkompliziert, wie Silvia Aufderhaar versichert. Es sei ein so ein ursprüngliches Kochen mit Holz oder Kohle. Das habe einen ganz besonderen Charme und mache viel Spaß. „Ich komme aus einer landwirtschaftliche geprägten Familie und kennen das Kochen über dem offenen Feuer aus meiner Kindheit“, berichtet Silvia Aufderhaar. Die Freiluftküche ist ein beliebter Treffpunkt für unzählige gesellige Abende. Zur Freude vieler Familienmitglieder, Freunde und Nachbarn. „Wir haben auch schon ganz spontane Treffen hier abgehalten oder große Familienfeste gefeiert.“ Manchmal reiche es auch, einfach nur gemütlich bei einem kühlen Getränk am Feuer zusammenzusitzen. Einen Grill besitzt die Familie heute nicht mehr: „Das wäre ja Perlen vor die Säue werfen“, sagt Uwe Aufderhaar mit einem Augenzwinkern. Er selbst liebt es, in der Freiluftküche zu sitzen und dort im Radio Fußballübertragungen zu hören. Bei großen Events wie der Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr wird die Küche im Garten der Familie Aufderhaar auch der Treffpunkt für das Rudelgucken. Flohmärkte rund um die Küche im Garten hat es ebenfalls schon gegeben. Zum Glühweintrinken an jedem vierten Advent kommt die Nachbarschaft zusammen.

Grill-Glossar

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    Plancha: Bratplatte, auf der Speisen beim Grillen schonender und aromatischer zubereitet werden.

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  • Hot Spots: die heißesten Stellen auf dem Grill; nur für schnelles, direktes Grillen geeignet.

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  • Bark: Kruste, die an der Fleischoberfläche beim Garen durch die Gewürzmischung entsteht.

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  • BBQ: Kurzwort für Barbecue, sowohl die Bezeichnung für eine Garmethode als auch für das damit zubereitete Essen oder eine Veranstaltung.

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  • Parieren: Entfernen von Sehnen oder Fett mit einem scharfen Messer.

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  • Beef Brisket: Rinderbrust, die über einen längeren Zeitraum bei ca. 110 Grad zubereitet wird, häufig im Smoker.

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  • Bun: Hamburgerbrötchen

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  • Wood Chips: Holzchips, die beim Grillen einen rauchigen Geschmack erzeugen.

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  • Dry Rub: Trockengewürzmischung, wird zum Einreiben des Grillfleisches benutzt.

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  • Pulled Pork: zerrupftes Schweinefleisch, das zuvor mehrere Stunden gegrillt wurde.

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  • Glaze: zuckerhaltige Sauce, die kurz vor dem Ende der Garzeit auf das Grillgut aufgetragen wird.

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  • Dry Aged Beef: trocken abgehangenes an der Luft gereiftes Rindfleisch.

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  • SmokerOfen, der mit Holz oder Kohle befeuert wird und die Speisen räuchert oder gart.

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Treffpunkt, der kreativ macht

Die Küchenelemente bestehen aus wetterfestem Aluminium, die Regalböden sind aus Holz, die Arbeitsplatte ist aus italienischem Naturstein. Alles extrem witterungsbeständig bei starkem Frost, Schnee oder hohen sommerlichen Temperaturen. „Selbst der Sturm Friederike hat unserer Küche und dem Kamin nichts anhaben können“, sagt Silvia Aufderhaar. Dazu seien die Oberflächen extrem pflegeleicht. „Einmal leicht drüberwischen und schon sieht alles wieder aus wie neu.“ Die Küche sei einfach zu erweitern, erklärt Uwe Aufderhaar. Ob Wasseranschluss, Grill, Zapfanlage oder ein Kühlschrank, den Möglichkeiten seien kaum Grenzen gesetzt. Zum Schnäppchenpreis ist so eine Freiluftküche allerdings nicht zu haben. So um die 20 000 Euro müssten schon investiert werden. Familie Aufderhaar würde sich so eine Küche allerdings immer wieder leisten, denn damit ist ihr Haus um ein großes Zimmer im Grünen mit orangefarbenem Blickfang kurzerhand erweitert worden.

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