Familienkonferenzen
Angehörigen-Pflege lässt sich auch aus der Ferne planen

Die Pflege der Eltern bleibt nicht selten an dem Kind hängen, das in der Nähe wohnt. Das muss aber nicht so sein. Es gibt gute Möglichkeiten, auch aus der Ferne zu helfen. Vor allem sollten sich die Angehörigen gut organisieren.

Freitag, 08.02.2019, 11:32 Uhr aktualisiert: 08.02.2019, 11:36 Uhr
Angehörige sollten untereinander klar regeln, wer die Pflegebedürftigen wann besucht, und wann die Pflegenden auch mal Zeit für einen Urlaub haben. Foto: Daniel Karmann

Berlin (dpa/tmn) - Wenn die Eltern pflegebedürftig werden, sind Unstimmigkeiten zwischen den Kindern oft vorprogrammiert. «Da brechen oft alle alten Konflikte wieder auf», sagt Christine Sowinski vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (KDA).

«Wer wurde bevorzugt, wer wurde vernachlässigt? Das kommt dann alles zurück.» Besonders knifflig wird es, wenn die Pflege an einem der Geschwister hängenbleibt - weil er oder sie zum Beispiel als Einziger in der Nähe wohnt.

Um Streit zu verhindern, empfiehlt Sowinski formelle Familienkonferenzen. «Je professioneller man das organisiert, desto besser läuft das - gerade wenn relativ viele Leute eingebunden sind.» Klar regeln sollte man zum Beispiel, wer sich um was kümmert, wer die Pflegebedürftigen wann besucht, und wann die Pflegenden auch mal Zeit für einen Urlaub haben.

«Auch wer weiter weg wohnt, kann Aufgaben übernehmen», sagt Sowinski. Behördenangelegenheiten oder der Schriftverkehr mit der Pflegekasse zum Beispiel lassen sich häufig gut aus der Ferne erledigen.

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