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Neues Waffenschutzgesetz Deutschland

International gelten die deutschen Waffengesetze als sehr strenge Regelungen. Schon aus historischen Gründen wurde das Thema des privaten Waffenbesitzes hierzulande nach dem Zweiten Weltkrieg besonders sensibel diskutiert, der Gesetzgeber hat die Waffengesetzte unter dem Eindruck von Amokläufen zuletzt mehrfach verschärft. 

Dienstag, 29.05.2018, 05:01 Uhr

Foto: colourbox.com

Derzeit gilt in Deutschland das sogenannte neue Waffengesetz, das am 6. Juli 2017 in Kraft getreten ist und entscheidende Änderungen für die Aufbewahrung von Waffen definiert. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zudem, dass am 1. Juli 2018 eine Amnestie abläuft, die es straffrei erlaubt, unerlaubte besessene Waffen bei den Behörden abzugeben. Wer aber legal Waffen sein Eigen nennt, sollte unbedingt auf die Pflichten bei der Aufbewahrung achten.

Waffen gesetzeskonform aufbewahren

Eigentlich sollte es im Interesse eines jeden Waffenbesitzer liegen, den Missbrauch und unerlaubten Zugriff auf seine Waffen zu verhindern. Leider nehmen es manche Waffeninhaber mit den gesetzlichen Regelungen nicht so genau, obwohl empfindliche Strafen drohen. Das neue Waffengesetz sieht Zuwiderhandlungen bei der Aufbewahrungspflicht als Straftatbestand, der mit Freiheitsstrafen von bis zu drei Jahren und Geldstrafen bis zur Höhe von mehreren Tausend Euro geahndet werden kann. Die durch das aktuelle Waffengesetz definierte Aufbewahrungspflicht orientiert sich an den Sicherheitsstufen von Waffenschränken und der Anzahl von Waffen, die gelagert werden sollen.

Ungeprüfte Waffenschränke und Tresore sind nur für Munition zulässig

Früher oft genutzte Waffenschränke der Klassen VDMA A, B, A+B und ungeprüfte Waffenschränke beziehungsweise Tresore sind nicht mehr erlaubt, um Waffen aufzubewahren. In solchen Waffenschränken darf mittlerweile nur noch Munition eingeschlossen werden. Unter Umständen gilt für vor dem 5. Juli 2017 erworbene Waffenschränke ein Bestandsschutz, dies muss im Einzelfall geprüft werden. Schon aus Gründen der allgemeinen Sicherheit empfiehlt es sich aber, einen modernen geprüften Waffenschrank anzuschaffen.

Waffenschränke der Klasse 0 und 1 für Kurz- und Langwaffen

Mit dem neuen Waffengesetz sind die Schutzklassen 0 und 1 bestimmt worden. Diese orientieren sich an der europäischen Norm DIN/EN 1143-1, die angibt, wie einbruchssicher die Waffenschränke sind. Waffenschränke der Klasse 1 sind dabei die Top-Modelle, in denen Kurz-, Langwaffen und Munition in unbegrenzter Menge gelagert werden dürfen. Die Schutzklasse 1 hingegen teilt sich in zwei Stufen auf: Bei Waffenschränken der Schutzklasse 1 mit einem Gewicht von bis 200 Kilogramm sind fünf Kurzwaffen und eine beliebe Anzahl von Langwaffen und Munition gestattet. Sind Waffenschränke der Schutzklasse 1 schwerer als 200 Kilogramm, erhöht sich die Zahl der erlaubten Kurzwaffen auf zehn. Für eine ausführliche Übersicht können Sie die Internetseiten von Waffenschrankfachhändlern besuchen.  

Was muss noch beim Lagern von Waffen beachtet werden?

Immer wieder wird vergessen, dass in den Waffenschrank nur ungeladene Waffen gehören. Die Munition darf zwar im selben Tresor gelagert werden, aber eben separat, am besten in einen abschließbaren Innentresor. Noch wichtiger ist es, mit dem Schlüssel oder Code zum Waffenschrank verantwortlich umzugehen. Diese bitte unbedingt deutlich entfernt vom Waffenschrank verstecken und keinesfalls leicht auffindbar neben den Waffentresor hängen. Ein Wort noch dazu, warum es sich neben der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften lohnt, in einen guten Waffenschrank zu investieren: Diese speziell für Waffen konstruierten Tresore garantieren, dass die wertvollen Waffen optimal gelagert sind. Zu den Ausstattungsmerkmalen gehören typischerweise Details wie gepolsterte Waffenhalter, ein zusätzlich verschließbarer Innentresor und ausreichend Platz für Munition und anderes Zubehör. Mit solchen Waffenschränken stellt auch die Versicherung der Waffen kein Problem mehr dar.

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