Kommentar
Politischer Aschermittwoch: Mit gebremstem Schaum

Spott und Hohn beim politischen Aschermittwoch – doch diesmal alles auch mit gebremstem Schaum am Maßkrug. Das Führungschaos in der SPD hätte gewiss Anlass genug geboten, ein wahres verbales Feuerwerk im Bierzelt zu zünden. 

Mittwoch, 14.02.2018, 18:02 Uhr

Kommentar: Politischer Aschermittwoch: Mit gebremstem Schaum
Markus Söder, Finanzminister von Bayern und designierter Ministerpräsident, spricht beim politischen Aschermittwoch der CSU. Foto: Sven Hoppe/dpa

Aber mit Blick auf die angestrebte große Koalition hat sich vor allem die Union mit Frontalattacken merklich zurückgehalten.

Alle Parteien haben sichtlich mit sich selbst zu kämpfen. Der de­signierte Seehofer-Nachfolger Markus Söder muss die CSU zusammenschweißen. Im Herbst sind Landtagswahlen, und es gilt, die Lufthoheit über den Stammtischen zu verteidigen – gegen die AfD .

Die CDU hat wenig zu lachen: Der Führungs­anspruch der Kanzlerin wird in den eigenen Reihen untergraben. Merkel muss sich von Söder gar bissige Seitenhiebe gefallen lassen in Sachen Amtszeit.

SPD-Übergangschef Scholz ist wahrlich nicht der Haudegen für einen solchen Aschermittwoch.

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Und die FDP? Sie „lindnert“ nach dem Jamaika-Aus so vor sich hin. Auch Grüne und Linke müssen derzeit erst mal vor der eigenen Haustür kehren.

Also, außer Spesen ist nicht viel gewesen.

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