Kommentar
Der Dreck wird verteilt: Die nächsten Fahrverbote kommen

Münster -

Da können die Regierenden noch so oft betonen, dass sie Diesel-Fahrverbote unbedingt vermeiden wollen: Es wird ein frommer Wunsch bleiben. Die Deutsche Umwelthilfe klagt sich munter durchs Land und sammelt einen Erfolg nach dem anderen ein. Hamburg hat schon Strecken für ältere Dieselfahrzeuge gesperrt, Stuttgart hat eine derartige Maßnahme an­gekündigt, Köln und Bonn müssen folgen. Dann sind München, Düsseldorf, Stuttgart, Aachen und Frankfurt an der Reihe. Ende offen.

Samstag, 10.11.2018, 10:54 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 19:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Samstag, 10.11.2018, 10:54 Uhr
Foto: dpa

Wem hilft’s? Auf diese Frage bleibt auch die Umwelthilfe die Antwort schuldig. Streckenverbote senken vielleicht an einzelnen Messpunkten die Spitzenwerte, sorgen aber bestenfalls dafür, dass sich der Dreck gleichmäßiger in der Stadt verteilt.

Auf die eigentlichen Fragen gibt es keine Antworten. Massenhafte Hardware-Umrüstungen sind trotz vieler Spitzentreffen nicht zu erwarten, technisch auch längst nicht immer möglich. Und für die Ignoranz der In­dus­trie und die hilflose Willfährigkeit der Politik zahlt der Dieselfahrer die Zeche. Und wenn er dann – auf eigene Kosten – auf Benziner umsteigt, geraten die CO2-Ziele der Regierung vollends außer Sichtweite.

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