Kommentar
Team und Verband nah am Maximum: Chance auch ohne Gold

Auch wenn der große Traum vom Titel unerfüllt bleibt, haben der deutsche Handball, die Nationalmannschaft und auch der DHB nahezu das Maximum aus dieser Heim-WM herausgeholt – so bitter die klare Niederlage gegen Norwegen auch war. 

Freitag, 25.01.2019, 22:16 Uhr aktualisiert: 25.01.2019, 22:23 Uhr
Deutschlands Steffen Weinhold (l.) und Fabian Wiede reagieren nach dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa

Das Team präsentierte sich anders als vor einem Jahr als solches, Trainer Christian Prokop hat an Lockerheit und gleichzeitig an Autorität gewonnen. Der Verband durfte sich über eine überragende Unterstützung in den Hallen, sensationelle TV-Quoten und viel Aufmerksamkeit im ganzen Land freuen. All das war im Vorfeld nicht zwingend zu erwarten.

Nun liegt es an den Funktionären, aber auch den vielen Ehrenamtlern in den Vereinen, den Boom zu nutzen. Für mehr Interesse an der Bundesliga, vor allem aber für die Akquise und Förderung junger Talente. 2007 und auch 2016, nach den letzten großen Erfolgen, verpuffte der Effekt doch schneller als erhofft, diesmal sind die Voraussetzungen besser. Der Handball hat schon immer gute Typen hervorgebracht. Nun standen sie mehr denn je im Fokus. Und taugen als Vorbilder für die Jugend. Auch ohne Goldmedaille.

Deutschland verliert im Halbfinale gegen Norwegen

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  • Der goldene WM-Traum ist beendet: Die deutschen Handballer haben einen packenden Halbfinal-Krimi am Freitagabend in Hamburg gegen Norwegen mit 25:31 (12:14) verloren und den Einzug in ihr erstes WM-Endspiel seit zwölf Jahren verpasst.

    Der goldene WM-Traum ist beendet: Die deutschen Handballer haben einen packenden Halbfinal-Krimi am Freitagabend in Hamburg gegen Norwegen mit 25:31 (12:14) verloren und den Einzug in ihr erstes WM-Endspiel seit zwölf Jahren verpasst.

    Foto: Soeren Stache
  • Anstatt im Finale gegen Olympiasieger Dänemark wird die Mannschaft von Bundestrainer Christian Prokop nun am Sonntag (14.30 Uhr/ZDF) gegen Rekord-Weltmeister Frankreich im Spiel um Bronze antreten.

    Foto: Soeren Stache
  • Noch in der Nacht macht sich die DHB-Auswahl per Bus auf den Weg ins dänische Herning, wo am Sonntag nach dem Spiel um den dritten Platz das Finale zwischen Dänemark und Norwegen stattfindet.

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  • Trotz der lautstarken Unterstützung der 12.500 Zuschauer in der ausverkauften Hamburger Arena waren die Norweger eine Nummer zu groß.

    Foto: Axel Heimken
  • In der extrem schnellen Partie war Kapitän Uwe Gensheimer mit sieben Treffern bester Werfer der deutschen Mannschaft, die erstmals im Turnier Schwächen in der Abwehr offenbarte.

    Foto: Axel Heimken
  • Handball-WM: Deutschland verliert im Halbfinale gegen Norwegen Foto: Soeren Stache
  • Erfolgreichster Norweger war Magnus Röd von der SG Flensburg-Handewitt, dem sieben Tore gelangen.

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  • Dass zu einer nächsten Nervenschlacht kommen könnte, zeigte sich schon in den Anfangsminuten der Partie.

    Foto: Soeren Stache
  • Zunächst führte die deutsche Mannschaft, dann aber drehten die Norweger wieder das Spiel.

    Foto: Axel Heimken
  • Konstant stark agierte anfangs die deutsche Defensive, in der Bundestrainer Prokop im Innenblock erneut von Beginn an auf Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler vertraute.

    Foto: Axel Heimken
  • Und was die Abwehr nicht blocken konnte, parierte in den ersten Minuten Torhüter Andreas Wolff.

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  • Dennoch hatte der Keeper mit den Rückraumwürfen der Skandinavier permanent Probleme und wurde unter lautem Fluchen schon nach rund 19 Minuten erstmals durch Silvio Heinevetter ersetzt.

    Foto: Soeren Stache
  • Schon im Halbfinale der Europameisterschaft 2016 hatten sich beide Teams einen Showdown bis zum Schluss geliefert. Damals hatte die DHB-Auswahl erst in der Verlängerung hauchdünn mit 34:33 gewonnen - und seitdem sind die Norweger noch stärker geworden.

    Foto: Soeren Stache
  • Angestachelt von den lautstarken Fans in der Hamburger Arena war die deutsche Mannschaft immer wieder bemüht, die rasanten Gegenstöße der Gäste zu verhindern. So entwickelte sich schnell eine extrem temporeiche Partie.

    Foto: Soeren Stache
  • Handball-WM: Deutschland verliert im Halbfinale gegen Norwegen Foto: Soeren Stache
  • In seiner ersten Auszeit forderte Prokop seine Schützlinge auf, in Überzahl „nicht zu langsam“, sondern „mit Druck“ zu spielen. Tatsächlich haperte es zunächst an der Entschlossenheit in den deutschen Offensivbemühungen.

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  • Doch erstmals in diesem Turnier offenbarte Deutschlands Abwehr in einigen Phasen Lücken. Auch die Torhüter waren nicht so stark wie sonst.

    Foto: Axel Heimken
  • Dennoch gab sich die DHB-Auswahl nie auf - auch weil das Publikum nie aufsteckte.

    Foto: Soeren Stache
  • Vor allem über ihre Kreisläufer kamen die Skandinavier zu Toren. In der Schlussphase erhöhte Prokop das Risiko und brachte phasenweise einen siebten Feldspieler. Doch auch das half nicht. Und am Ende fiel der norwegische Sieg ein wenig zu hoch aus.

    Foto: Soeren Stache
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