Kommentar
Sammelwut ohne Ende: Neue Schranken für Facebook?

Wer liest schon das Kleingedruckte? – Facebook-Nutzer tun es in der Mehrzahl nicht. Sie haben nichtsahnend eingewilligt, dass der milliardenschwere Konzern sie in seinem grenzenlosen Datenhunger auf Millionen von Websites verfolgen darf. 

Donnerstag, 07.02.2019, 18:29 Uhr aktualisiert: 07.02.2019, 19:13 Uhr
Das Kartellamt wirft Facebook Missbrauch seiner marktbeherrschenden Stellung vor. Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Daten sammeln, Daten analysieren und einem Benutzer zuordnen – ungehemmt und umfassend. Die kleinteiligen Informationen sind Grundlage für Facebooks Marktmacht.

Die Daten machen das Zuckerberg‘sche Firmengeflecht sogar so mächtig, dass das Bundeskartellamt von einem „Ausbeutungsmissbrauch“ spricht. So, als würde eine Ölfirma rund um den Globus alle Quellen leer pumpen.

Dass Datenschützer und Wettbewerbshüter einschreiten, sollte Facebook-User hellhörig und nachdenklich machen. Sie zahlen heute für die kostenlose Netzwerk-Nutzung mit ihrem Persönlichkeitsprofil. Und Facebook ist klug genug, damit das ganz große Geschäft zu machen.

Schon deshalb wird der US-Konzern, der erst vor 15 Jahren das Licht der Welt erblickte, nicht vor dem deutschen Bundeskartellamt kuschen. Der juristische Kampf um die geforderte „innere Entflechtung“ hat ­gerade erst begonnen.

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