Kommentar
Kommt die Impfpflicht gegen Masern?

Eine Masern-Erkrankung ist kein Kinderkram. Masern sind hoch ansteckend und gefährlich. Wer sich dagegen impfen lässt, schützt nicht nur sich, sondern auch andere.

Sonntag, 14.04.2019, 17:30 Uhr aktualisiert: 14.04.2019, 17:46 Uhr
Foto: Daniel Karmann/dpa

Weil diese einfache Wahrheit manche Menschen vor allem in den westlichen Indus­trieländern trotzdem nicht überzeugt und die Zahl der Masern-Fälle steigt, ist der Vorstoß, eine schon lange diskutierte Impfpflicht einzuführen, nur zu begrüßen. Die Sicherstellung einer sogenannten Herdenimmunität hat höhere Priorität als der Zweifel des Einzelnen.

Schlimm genug schon, dass trotz immer wieder zu beobachtender lokaler Masern-Ausbrüche die Skepsis der Impfgegner nicht nachlässt. Vielfach wird der Verdacht gehegt, hinter einer Impfpflicht stecke die Pharma-Industrie. Mit Verlaub: Wenn es bei dieser Gesundheitsfrage um Profit gehen sollte, dann dürften Arzneimittelhersteller zweifellos mehr an einer Erkrankung und deren langwieriger Behandlung verdienen als am zweimaligen Piks.

Nordrhein-Westfalen sollte Brandenburg folgen und mit einer klar formulierten Impfpflicht zur Ausrottung des Masern-Virus beitragen. Die Ständige Impfkommission empfiehlt schon seit langer Zeit diesen Weg.

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