Kommentar zu Kinderarbeit
Grausamer Alltag

Dass die Kinderarbeit abnimmt, ist ein Zeichen der Hoffnung. Doch zur Entwarnung besteht kein Grund. Im Gegenteil. 

Dienstag, 11.06.2019, 20:33 Uhr
Ein zehnjähriger Junge arbeitet in einer Fabrik, die Plastik wiederverwertet. Foto: dpa

Dort, wo blutige Konflikte die Familien destabilisieren, sind Kinder die größten Opfer. Sie können nicht zur Schule gehen, müssen für die Familie Geld verdienen durch schwere Ar­beit. Sie halten „den Laden zusammen“. Doch sie sind nicht stark. Sie auszubeuten und zu misshandeln, ist einfach. Wie soll die Zukunft in den Ländern des Mittleren Ostens aussehen, wenn eine Generation von Flüchtlingskindern ohne Zugang zu Bildung aufwächst?

Kinder haben das Recht zu lernen, zu spielen und sich zu erholen. Industriestaaten sind nicht machtlos, um Kinderrechte und soziale Standards einzufordern. Sie können Hilfsprojekte fördern, Druck ausüben, Unternehmen und Verbraucher können fair produzierte Produkte verkaufen bzw. kaufen.

Wann wird es endlich eine globalisierte Kultur des Mitgefühls für Kinder geben, sodass all dies verbindlich umgesetzt wird?

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