Kommentar
Konjunktur: Beruhigungspille

Die Konjunktur geht weiter auf Talfahrt – doch der Sachverständigenrat lässt sich nicht beirren.

Donnerstag, 07.11.2019, 10:18 Uhr aktualisiert: 07.11.2019, 10:26 Uhr
In der Stahlbranche ist die Konjunkturlage besonders angespannt. Foto: Marcel Kusch

Die „Wirtschaftsweisen“ bleiben gelassen. Die Wachstumsschwäche ist nicht so gravierend, dass die Forscher einen Anlass sehnen, Alarm zu schlagen. Noch verhindert die Binnennachfrage einen gravierenden ökonomischen Niedergang.

Doch sollte diese Beruhigungspille die Bundesregierung nicht allzu stark in Sicherheit wiegen. Vor allem mit massiven Investitionen in die marode Infrastruktur, also besonders in Straßen, Brücken, Schulgebäude und das Digitalnetz, sollte sie die Konjunktur stützen. So würden zwei wichtige Effekte gleichzeitig erzielt: Zum einen würde sich Deutschland für die Zukunft wappnen, zum anderen bekäme die Wirtschaft kurzfristig den nötigen Rückenwind zum Überwinden der Wachstumsdelle.

Auch private Investitionen müssen wieder stärker in Gang kommen. Deshalb muss die Bundesregierung dafür sorgen, dass sich ein entsprechendes Engagement für Unternehmen wieder lohnt. Zwar werden Investitionen in Forschung und Entwicklung mit kräftigen Steuerrabatten belohnt. Doch auch eine grundsätzliche Entlastung investierender Firmen muss ins Auge gefasst werden.

Es klingt wie ein Man­tra, aber es bleibt richtig: Mit einem massiven Abbau der hohen Bürokratielasten würden die Unternehmen Geld und Arbeitskapazität gewinnen – eine weiterer Wachstumsanstoß.

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