Betrug
Falsche Polizisten erbeuten 610.000 Euro

Münster -

Sie reden hartnäckig auf ihre Opfer ein, bis diese klein beigeben: In vier Fällen hatten Betrüger, die sich als Polizisten ausgaben, mit ihrer Masche in diesem Jahr in Münster Erfolg. Die Beute: 610.000 Euro!

Donnerstag, 12.04.2018, 11:06 Uhr aktualisiert: 12.04.2018, 13:12 Uhr
Falsche Polizisten erbeuteten in Münster in diesem Jahr 610.000 Euro. Foto: dpa

Falsche Polizisten rufen aktuell wieder vermehrt Münsteraner an und ergaunern sich mit dem vermeintlichen Status des Staatsdieners Vertrauen, warnt die Polizei. Die Betrüger verunsichern die Angerufenen, indem sie zum Beispiel einen kurz bevorstehenden Einbruch erfinden. Anschließend geben sie vor, das Eigentum, ob Geld oder Schmuck, in Sicherheit bringen zu wollen. Es folgen unentwegt Anrufe mit immer neuen Informationen, Verunsicherungen und Forderungen.

Wie die Polizei berichtet, gab es in diesem Jahr insgesamt vier Fälle, bei denen die Täter so hartnäckig auf ihre Opfer eingeredet haben, dass sie auf die Forderung eingegangen sind. Hierbei erbeuteten die Betrüger einen Gesamtbetrag von 610.000 Euro.

Ermittler erkannten bei Taten der letzten Tage weitere, sich wiederholende, Details der Masche. Die Anrufer forderten die Münsteraner auf, den Hörer zwischen den Gesprächen, neben das Telefon zu legen, berichtet die Polizei. Hierdurch verhindern sie, dass die Angerufenen Vertrauenspersonen kontaktieren können und der Betrug somit erkannt wird.

Am Dienstag gelang es Polizisten eine Geldsendung in einer Höhe von 30.000 Euro in Frankfurt zu stoppen. Eine Münsteranerin hatte diese auf Forderung von falschen Polizisten in die Türkei geschickt. Dann wurde sie skeptisch und rief die Polizei.

Warnung der Polizei

Polizisten rufen niemals an, um sich nach Wertgegenständen und Bargeld zu erkundigen oder gar die Herausgabe zu verlangen. Wenn sich Personen am Telefon als Polizisten ausgeben und Geld oder Wertvolles fordern, sollte das Gespräch beendet und die 110 gewählt werden. Die Täter versuchen ihre Opfer massiv unter Druck zu setzen. Deshalb sollte man versuchen Ruhe zu bewahren und eine Vertrauensperson hinzuzuziehen.

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