Sparda-Bank Münster
Fusion auf der Zielgeraden

Münster -

Vertreter der Sparda-Bank Münster stimmen dem geplanten Zusammenschluss mit der Sparda-Bank West zu. Jetzt müssen die Vertreter in Düsseldorf noch zustimmen, dann steht der Fusion nichts mehr im Weg.

Mittwoch, 13.06.2018, 16:50 Uhr

Silke Schneider-Wild, Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Münster und Manfred Stevermann, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank West freutensich über die starke Zustimmung zur geplanten Fusion. Foto: Sparda-Bank Münster

Der angestrebte Zusammenschluss der Sparda-Bank Münster und der Sparda-Bank West hat eine wichtige Hürde genommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Die Vertreterversammlung der Sparda-Bank Münster in Oldenburg habe dem Vorhaben am Mittwoch mit einer Mehrheit von 97,1 Prozent zugestimmt.

Vorstand spricht von einer "historischen Entscheidung"

Anwesend waren 140 Mitgliedervertreter der Genossenschaftsbank. Silke Schneider-Wild, Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Münster, spricht von einer historischen Entscheidung. Die Vertreterversammlung stimmte mit einer nach eigenen Angaben deutlichen Mehrheit von 128 Stimmen dafür, ein Vergleichsangebot der Versicherer zur Schadensregulierung im Deliktfall des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden anzunehmen, heißt es weiter. Mit dieser Zustimmung wird das Vergleichspaket wirksam, das Zahlungen der Versicherer an die Genossenschaft in Höhe von 1,86 Millionen Euro vorsieht.

Die Vertreterversammlung verabschiedete mit großer Mehrheit auch den Jahresabschluss der Sparda-Bank Münster für das Geschäftsjahr 2017 und beschloss eine Dividendenzahlung – wie im Vorjahr – von zwei Prozent. Das zurückliegende Geschäftsjahr sei für die Sparda-Bank Münster herausfordernd gewesen, führte die Vorstandsvorsitzende Silke Schneider-Wild aus. Vor allem aufgrund der Niedrigzinsen ging das Zinsergebnis um 4,4 Prozent auf 26,9 Millionen Euro zurück. Mit einem Überschuss von 12,3 Millionen Euro konnte demnach das Provisionsergebnis verbessert werden. Das habe unter anderem an der Einführung von Kontoführungsgebühren gelegen, heißt es. Der Jahresüberschuss für 2017 fiel mit 1,6 Millionen Euro geringer aus als im Vorjahr.

Keine Filialschließungen geplant

Das neue Institut wäre mit rund 630 000 Mitgliedern nach eigenen Angaben die mitgliederstärkste Kreditgenossenschaft in Deutschland. Das Geschäftsgebiet würde fast ganz Nordrhein-Westfalen umfassen und bis Emden und Wilhelmshaven reichen. 82 Filialen an 58 Standorten würden mehr als 726 000 Kunden betreuen. Filialschließungen sind im Rahmen der Fusion nicht geplant, heißt es.

Als Unternehmenssitz der neuen Sparda-Bank West ist Düsseldorf vorgesehen, Münster soll als Zweigniederlassung ein weiterer Hauptstandort sein. Die neue Bank wird rund 1000 Mitarbeiter beschäftigen. Silke Schneider-Wild erläutert: „In den nächsten fünf Jahren gehen gut 100 Kollegen altersbedingt in den Ruhestand.“ Im Rahmen der Fusion habe die Belegschaft eine Standort- und Beschäftigungszusage erhalten. Jetzt fehlt noch die Zustimmung der Vertreter am 27. Juni in Düsseldorf.

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