Verdächtiger Vorfall
Eltern sollen Schüler „bis zur Schultür“ begleiten

Münster -

Erneut hat es einen verdächtigen Vorfall vor einer Schule gegeben – diesmal soll ein Mann ein Kind vor der Matthias-Claudius-Grundschule angesprochen haben. Nicht der erste Fall dieser Art in den vergangenen Wochen in Münster. Die Schulleitung sprach daraufhin eine Empfehlung für die Eltern aus.

Montag, 17.12.2018, 16:19 Uhr aktualisiert: 18.12.2018, 06:55 Uhr
Symbolbild Foto: dpa

Eine ungewöhnliche Empfehlung spricht die Leiterin der Matthias-Claudius-Grundschule in einem Elternbrief aus, der am Montagmorgen verschickt wurde. Die Eltern mögen doch bitte ihre Kinder in den kommenden Tagen „buchstäblich bis zur Schultür“ bringen. Hintergrund sind verdächtige Beobachtungen, die am Montag und am vergangenen Freitag im Umfeld der Schule gemacht wurden.

Am Montagmorgen um 7.55 Uhr legte ein unbekannter Mann seine Hand auf den Kopf eines Mädchens. Die Mutter, die sich in der Nähe befand, fragte den Mann, was das solle. Daraufhin verschwand er in Richtung Oberschlesier Straße.

Die Polizei war innerhalb kurzer Zeit mit mehreren Streifenwagen vor Ort. Das Mädchen gab gegenüber den Beamten an, dass sich der Mann als Polizist ausgegeben und gesagt habe, sie solle mitkommen.

Gerüchteküche nicht befeuern

„Wir wollen mit unserem Elternbrief erreichen, dass Kinder und Eltern wachsam sind“, betont Schulleiterin Petra Flörke. Zugleich solle der Brief verhindern, dass sich Gerüchte ausbreiten. Parallel habe man den Kindern im Unterricht vermittelt, wie sie sich verhalten sollten: nicht trödeln, nicht alleine von und zur Schule gehen, in Gruppen laufen.

Wie sie betont, hatte sich am Freitag vor der benachbarten Kita ein weiterer verdächtiger Vorfall ereignet. Ein Mann habe aus einem Auto den Bereich beobachtet und sei weggefahren, nachdem er angesprochen wurde.

Zuletzt häuften sich die Vorfälle

Seit Mitte November haben Schüler wiederholt von Vorfällen berichtet – in Kinderhaus, vor allem aber im Süden der Stadt, unter anderem auch an der Gottfried-von-Cappenberg-Schule.

Strafrelevante Vorgänge habe es nicht gegeben, betont die Polizei. Dennoch habe sie ihre Präsenz deutlich erhöht. „Wir nehmen solche Berichte ernst“, so eine Polizei-Sprecherin. Es bestehe Anlass zur Wachsamkeit – aber nicht zu Panik. Die Sprecherin betont, dass die Beschreibung der Personen, die sich im Umfeld von Schulen und Kitas verdächtig verhalten hatten, in jedem Fall anders war.

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