Netzwerktreffen
„Barcamp“ statt Konferenz

Münster -

Konferenzen müssen nicht langweilig sein: Das hat das Netzwerktreffen der Plattform „Twelve Minutes Me“ in den Räumen der LBS West am Donnerstagabend unter Beweis gestellt.

Freitag, 11.01.2019, 18:00 Uhr
Kai Heddergott (3.v.l.), Ralf Schengber (3.v.r.), Chantal Mentink (2.v.r.) und Lynn Henkehaus stellten ihre Ideen vor. Der ergonomische Sessel des Start-ups Contafy (kl. Bild) wurde gleich ausgetestet. Foto: Maximilian Konrad

Eine spannende Alternative zu klassischen Konferenzen präsentierte Kai Heddergott am Donnerstagabend bei einem Netzwerktreffen der Plattform „Twelve Minutes Me“ in den Räumen der LBS West : Barcamps, also Gesprächsrunden, die sich spontan zu einem Thema bilden und Menschen zusammenbringen, die sich unter anderen Umständen wohl nicht kennengelernt hätten.

„Bei Konferenzen sind alle schwarz gekleidet, sitzen zusammen und hören einem Redner zu – es gibt keine Interaktion“, bemängelt Heddergott. Das Konzept von „Twelve Minutes Me“ sei dreigeteilt: Zunächst stellten die jeweiligen Ideengeber ihren Gedanken in zwölf Minuten vor. Darauf folgten zwölfminütige Frage- und Diskussionsrunden zum Impulsreferat. Der dritte Part widmete sich dem Vernetzen untereinander.

Sportliche Sessel

Neben der Barcamp-Idee, die mit ihrem offenen Format – die Themenwahl kennt keine Grenzen – hervorsticht, stellten Lynn Henkehaus und Chantal Mentink vom Start-up „Contafy“ ihre „sportlichen“ Sessel vor. Ihr Stichwort lautet soziale Verantwortung: Das Unternehmen legt Wert auf Nachhaltigkeit, Funktionalität und individuelles Design.

Mit Möbeln aus recyceltem Material wollen sie das aktive Sitzen fördern und spenden bei jedem verkauften Produkt einen Teil des Erlöses in Bildungs- und Naturschutzprojekte. Ihre Sessel basieren auf einem 360-Grad-Fuß, der beweglich ist. Als Ziel haben sich die Jungunternehmer gesetzt, damit die untere Rückenmuskulatur zu stärken – ihre Sitzgelegenheiten sollen als Alternative zum Bürostuhl dienen.

Kundenfreundlichkeit im Vordergrund

Abschließend präsentierte Ralf Schengber vom Unternehmen Dr. Schengber Friends seine Vorstellungen vom digitalen Kundenservice. Ziel ist es, den Fokus bei der Kundenberatung auf die Frage „Warum kontaktiert mich der Kunde?“ zu lenken. Dabei geht es Schengber vor allem um Empathie. Seine Firma versucht im digitalen Kundenservice einen Mittelweg zwischen Mensch und Maschine – „Team und Tools“ – zu finden. Das Unternehmen entwickelt lernfähige Bots – automatische Antwortgeber auf Kundenanfragen –, trotzdem soll bei individuellen Anfragen die Beratung durch den Menschen getätigt werden.

Das nächste Treffen von „Twelve Minutes Me“, die in vielen deutschen Städten, aber auch in Istanbul, Budapest oder Amsterdam verortet ist, wird am 14. März erneut in den Räumen der LBS West veranstaltet.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6312537?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Live-Auftritt krönt Teilnahme von Steinfurterin bei „Dein Song“
Finale von Kika-Sendung: Live-Auftritt krönt Teilnahme von Steinfurterin bei „Dein Song“
Nachrichten-Ticker