Gehölzarbeiten am Aa-Ufer
Die Flügelnuss muss weichen

Münster -

Vor allem die Wurzeln der jungen Pflanzen waren ein Dorn im Auge der Stadtverwaltung. Auch andere Bäume sind laut Stadt ein Fall für die Säge.

Dienstag, 15.01.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 13:03 Uhr
Dutzende junger Flügelnüsse fielen in dieser Woche der Säge zum Opfer. Zudem wurden auch Weiden, die die Stadt als abgestorben oder krank ausgemacht hat, abgesägt. Foto: Björn Meyer

Über einige Jahre wuchsen die Flügelnüsse, die eigentlich im Kaukasus, dem Iran und China beheimatet sind, wild am münsterischen Aa-Ufer im  Bereich der Westerholtschen Wiese nahe der Himmelreichallee. Bis Anfang dieser Woche eine von der Stadt Münster beauftragte Firma anrückte, um die Gehölze zu entfernen.

„Die Rasenfläche am Ufer war nicht mehr zu pflegen“, erklärt Ulrich Kleine-Bösing vom hiesigen Grünflächenamt die Maßnahme. Zu stark hätten die Wurzeln der Flügelnuss den direkten Uferbereich beeinträchtigt. Daher habe auch das Argument, dass Bepflanzung ein Ufer für gewöhnlich befestige nicht mehr gezogen. „In dem Fall haben wir das kritischer gesehen, weil durch die vielen Wurzeln bei Hochwasser auch Dinge stecken bleiben können und so einen Rückstau verursachen“, erläutert Kleine-Bösing.

Regelmäßige Beschneidung

Dass man diesen Gedanken bei der Stadt erst nach Jahren gefasst hat, als die Gehölze durchaus schon eine respektable Größe erreicht hatten, dafür hat Kleine-Bösing eine ziemlich einfache Erklärung: „Es handelt sich hier um einen Pflegerückstau“, macht der Verwaltungsmitarbeiter klar, dass man an dieser Stelle aus Sicht der Stadt eigentlich schon hätte früher aktiv werden müssen.

In Zukunft, so plant die Verwaltung, soll der Bereich jährlich geschnitten werden, damit auch der regelmäßigen Rasenpflege nichts im Wege steht. Dazu sollen die im Boden verbliebenen Wurzeln zunächst durchgefräst werden. Vielleicht auch – wenn nötig – ein zweites Mal. „Wir werden die Wurzeln aber nicht ausgraben“, so Kleine-Bösing. Derweil soll der betroffene Bereich sobald wie möglich neu mit Rasen eingesät werden.

Doch nicht nur die jungen Flügelnuss-Gehölze, auch einige alte Weiden sind am selben Aa-Ufer ein Fall für die Säge geworden. „Die waren kaputt, teilweise schon abgestorben“, erklärt Kleine-Bösing.

Aasee-Fische werden gezählt

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  • Fischezählen im Aasee: Fachleute des Landesfischerverbandes Westfalen-Lippe kamen am Dienstag nach Münster.

    Fischezählen im Aasee: Fachleute des Landesfischerverbandes Westfalen-Lippe kamen am Dienstag nach Münster.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Der Fischbestand des Gewässers sollte nach der Ökokatastrophe im Sommer überprüft werden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • An ausgewählten Stellen wurden die Fische dafür kurzzeitig mit leichten Stromstößen aus einem Spezial-Kescher betäubt, so dass sie an die Wasseroberfläche kamen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Fischwirtschaftsmeister Till Seume (im Vordergrund) und Diplom-Biologe Carsten Nolting sammelten die Tiere ein.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Insgesamt fünf Mal fuhren die Mitarbeiter des Landesfischereiverbandes auf den Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine ganze Reihe von Arten fischten die Experten aus dem Wasser.

    Foto: kal
  • Auch diese Aale schwammen im Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Zur Enttäuschung der Fachleute wurden allerdings keine Zander gefunden.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Nach den Untersuchungen wurden die Fische wieder in den Aasee zurückgeworfen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Eine Aussage über die Menge der im Aasee lebenden Fische konnten die Experten nicht treffen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Es ging vielmehr um eine Prüfung, welche Arten im Aasee noch vorkommen.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Vom Barsch über den Hecht bis hin zum Rotauge fühlen sich eine ganze Reihe von Arten offenbar wieder wohl im Aasee.

    Foto: Matthias Ahlke
  • Im August waren insgesamt 20 Tonnen tote Fische aus dem Gewässer geborgen worden,...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...nachdem sich die Wasserqualität während wochenlanger Hitze immer mehr verschlechtert hatte.

    Foto: Matthias Ahlke
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