Temporäre Mensa bereitet Schwierigkeiten
Wieder Probleme bei Gesamtschul-Neubau

Münster -

Bauverzögerungen und eine Kostenexplosion überschatten das größte Neubauvorhaben der Stadt Münster in jüngerer Zeit. Jetzt drohen zusätzliche Kosten oder die Aufhebung des Vorhabens. 

Mittwoch, 13.03.2019, 20:00 Uhr
Hier soll die neue Gesamtschule entstehen und eine vorübergehende Mensa an der Andreas-Hofer-Straße. Foto: Matthias Ahlke

Die Baukosten für die neue Mathilde-Anneke-Gesamtschule im Ostviertel steigen bekanntlich um mehr als zwölf auf gut 64 Millionen Euro. Da nimmt sich die nächste finanzielle Kröte, die Immobiliendezernent Matthias Peck der Politik präsentiert, vergleichsweise bescheiden aus.

Die geplante Ersatz-Mensa, die wegen der allgemeinen Bauverzögerung für die Schule aufgestellt werden soll, verteuert sich nämlich nur um 200 000 Euro gegenüber der ursprünglichen Kostenberechnung des Dezernates.

Eine teurere oder keine Mensa 

Anfangs waren die Ausgaben für die Interims-Mensa, die nur zwei Jahre genutzt werden soll, mit 550 000 Euro veranschlagt worden. Doch damit scheint die Stadt nicht hinzukommen, wie nach der öffentlichen Ausschreibung für die Containeranlage deutlich geworden ist. Für diese gibt es jetzt auch nur ein einziges Angebot; ein zweites war wegen „mangelhaft vorgelegter Unterlagen“, wie es heißt, ausgeschlossen worden.

So bleibt für die Mitglieder des zuständigen Ratsausschusses, der heute in nichtöffentlicher Sitzung tagt, nur die Wahl zwischen Pest und Cholera. Hebt der Ausschuss die Ausschreibung auf, würde es zum nächsten Schuljahr wohl keinen Mensa-Bau an der Andreas-Hofer-Straße geben.

750 000 Euro Gesamtkosten 

Auch mögliche Alternativen, die in Betracht gezogen werden, scheinen nicht zum Tragen zu kommen. So bleibt der Politik vermutlich in der Sondersitzung des Ausschusses für Liegenschaften, Wirtschaft und strategisches Flächenmanagement nur der Ausweg, die Kröte zu schlucken.

Diese stellt sich so dar, dass allein der Mietvertrag für die Container mit knapp 210 Quadratmetern Grundfläche plus Auf- und Abbau ein Volumen von knapp 450 000 Euro umfasst. Dazu kommen die hochtechnisierten Einbauten für den Kantinenbetrieb sowie geeignete Wand- und Bodenfliesen. Am Ende kostet die temporäre Mensa, die 600 Schüler mit einem Mittagessen versorgen soll, die Stadt rund 750 000 Euro, wie es heißt.

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