Stress im Exil wirkt lange nach
Interkulturelle Herausforderungen Thema beim Alex-Talk

Münster -

Wenn geflüchtete Kinder an posttraumatischen Belastungsstörungen erkranken, liegt das häufig an den sozialen und kulturellen Unterschieden in ihrer neuen Heimat. Das weiß der deutsch-syrische Kinder- und Jugendpsychiater Ahmad Alhzzouri aus seiner Praxis zu berichten. Am Dienstag, 26. März, spricht er beim Alex-Talk über interkulturelle Herausforderungen.

Donnerstag, 21.03.2019, 15:00 Uhr
Über die interkulturellen Herausforderungen und Erfahrungen aus seinem Praxisalltag wird der deutsch-syrische Kinder- und Jugendpsychiater Ahmad Alhzzouri beim nächsten Alex Talk am 26. März berichten. Foto: Marco2811-Fancellu-stock.adobe

Was sind die verheerendsten Auswirkungen eines Traumas? Wie können wir traumatisierten Menschen helfen, die Energie für das Leben wieder zu generieren? Welche Informationen liefert die aktuelle wissenschaftliche Forschung über Migration? Welche Rolle spielt die Aufenthaltsrechtslage in der Psychotherapie? Und warum entstehen Schwierigkeiten in der Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge?

Antworten auf diese und weitere Fragen, einen Einblick in die tägliche kultursensible Arbeit in seiner Praxis sowie hilfreiche Tipps für eine bessere transkulturelle Kommunikation möchte der deutsch-syrische Kinder- und Jugendpsychiater und Pädiater Ahmad Alhzzouri beim nächsten Alex Talk am Dienstag, 26. März, in der Alexianer-Waschküche geben.

Blick auf körperliche und seelische Belastungen 

Seit gut zwei Jahren behandelt Alhzzouri in der Praxis der Alexianer-Don Bosco-Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie schwerpunktmäßig auch Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. „Nicht jede Extrembelastung zieht eine posttraumatische Belastungsstörung nach sich. Vielmehr prägen Aspekte des sozialen Lebens und der im Exil erlebte Stress psychische Probleme viele Jahre nach der Ankunft in der neuen Heimat oft stärker als traumatische Erfahrungen vor der Ankunft“, skizziert der Experte.

Mit einem umfassenden Blick auf sämtliche körperlichen und seelischen Belastungen von Migranten, direkten Einblicken in ihre Glaubenswelt und Spiritualität sowie konkreten Praxis-Beispielen von erkrankten Kindern und Jugendlichen liegt es dem Referenten dabei am Herzen, mit seinem Vortrag einen lebensnahen und ungeschönten Einblick in das Erleben und Fühlen seiner jungen Patienten und deren Eltern zu geben, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Zum Thema

Der Vortrag beginnt um 18 Uhr in der Alexianer-Waschküche, Bahnhofstraße 6. Eintrittskarten sind zum Preis von vier Euro ab sofort im WN-Ticket-Shop, Prinzipalmarkt 13-14, erhältlich. Kartenreservierungen sind in beschränkter Anzahl darüber hinaus unter alextalk-muenster@alexianer.de möglich. Der gesamte Kartenerlös kommt der WN-Spendenaktion zugute.

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