Masterplan soll Brachen beleben
Planung für Hafen geht weiter

Münster -

Am Hafen liegt noch vieles brach. Die Stadt will dort neues Leben einhauchen. Und arbeitet deshalb am Masterplan Stadthäfen weiter

Samstag, 30.03.2019, 12:00 Uhr
Blick auf das Gelände an der Nieberdingstraße  Foto: Matthias Ahlke

Seit klar ist, dass das Preußen-Stadion an der Hammer Straße ausgebaut wird, tun sich am Hafen ganz neue Perspektiven auf. So muss das Areal an der Nieberdingstraße nicht mehr als potenzielle Spielstätte vorgehalten werden. Auch die Brachfläche zwischen der Disco Jovel und dem Kanal eröffnet Spielräume. Um all das mit Leben zu füllen, schlägt Planungsdezernent Robin Denstorff der Politik vor, den Masterplan Stadthäfen Münster fortzuschreiben. Dabei denkt er in großen Zügen: Bis 2035 könnte ein Durchstich vom Albersloher Weg zur Hafenstraße möglich sein, um das jetzige Nadelöhr an den Bahnunterführungen zu beseitigen. „Es geht darum, Verkehrsraum zu gewinnen“, so Denstorff. Dagegen fällte ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann ein deutlich kritischeres Urteil: „Dann haben wir den Stress an Von-Steuben-Straße und Ludgerikreisel.“ Zugleich regte er an, über einen Wasserbus auf dem Kanal nachzudenken, wie es ihn andernorts gebe.

Zur Fortschreibung des Masterplans Stadthäfen gehört auch ein Verkehrsgutachten, das – wie berichtet – trotz eines Verzichts auf die Theodor-Scheiwe-Straße nicht mehr Autoverkehr im Hafenviertel feststellen konnte. An den Prognosen meldeten Rüdiger Sagel (Linke) und Ludger Steinmann (SPD) Zweifel an. Letzterer erklärte zum Ergebnis: „Das können wir nicht mehr nachvollziehen.“

Abriss der Osmo-Hallen: Wie sich das Gesicht des Hafens ändert

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    Abschied von den Osmo-Hallen: Ein großer Teil des alten Industriegebäudes ist bereits abgerissen.

    Foto: Oliver Werner
  • Auf der freien Fläche am Wasser plant die LVM einen Gebäudekomplex mit Büros, Restaurants und Wohnungen. Auf dem Nachbargrundstück (rechts) wollen Andreas Deilmann und Rainer M. Kresing...

    Foto: Matthias Ahlke
  • ...Wohnungen bauen. Es handelt sich um die weißen Gebäude auf diesem Plan der Stadt Münster.

    Foto: Stadt Münster
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    Im Münster-Modell stehen die Neubauten am Hafen schon. Beim LVM-Gebäude in der Mitte sind schon viele Details zu erkennen. Links davon ist die geplante Erweiterung des Coppenrath-Verlags, rechts die des Kuhr-Speichers zu sehen. Das braune Gebäude am linken oberen Rand ist das im Bau befindliche Hafencenter.

    Foto: Oliver Werner
  • Das über die Wasserkante hinausragende Dach der Osmo-Hallen wird als Wahrzeichen des Hafens in abgeänderter Form erhalten bleiben. Darunter will die LVM eine überdachte, öffentlich zugängliche Freifläche errichten.

    Foto: Oliver Werner
  • Während der Bereich zwischen Wasserkante und Hafenweg fast schon komplett freigeräumt ist, haben die Arbeiten bei den hinteren Hallenteilen noch gar nicht begonnen.

    Foto: Oliver Werner
  • Da es für das Projekt von Deilmann und Kresing, das sich vom Hafenweg bis zur Schillerstraße erstreckt, noch kein Baurecht gebe, werde auch jetzt noch nicht abgerissen, heißt es.

    Foto: Oliver Werner
  • Die hinteren Hallenteile werden laut Deilmann-Projektentwicklung „frühestens in zwei Jahren″ abgerissen.

    Foto: Oliver Werner
  • Das LVM-Projekt ist da schon wesentlich weiter.

    Foto: Oliver Werner
  • Nur ein Teil der Halle des ehemaligen "Heaven" (im Hintergrund) steht noch.

    Foto: Oliver Werner
  • Zudem müssen noch einige Teile der Dachkonstruktion über dem Hafenweg entfernt werden.

    Foto: Oliver Werner
  • Bis Anfang September soll die alte Halle auf dem LVM-Gelände komplett demontiert sein.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch auf der anderen Hafen-Südseite (links) ändert sich gerade einiges.

    Foto: Oliver Werner
  • Diese Lagerhalle im Eigentum der Stadtwerke verschwindet.

    Foto: Oliver Werner
  • Auch das Bürogebäude des früheren Gefahrgutlagers Lehnkering wird abgerissen. Damit wolle man Vandalismus zuvorkommen, sagt Stadtwerke-Pressesprecher Florian Adler. Für die alte Betonhalle von Lehnkering gibt es andere Pläne...

    Foto: Matthias Ahlke
  • Die Vollkorn-Bäckerei Cibaria will dort eine gläserne Backstube bauen.

    Foto: Entwurf Archplan, Visualisierung Loom
  • Wenn alles glatt läuft, soll auf der Südseite zudem ab Ende 2019 eine 700 Meer lange und bis zu 15 Meter breite Promenade entstehen. 

    Foto: Matthias Ahlke
  • Entlang der Hafenkante soll ein Geländer für Sicherheit sorgen. Clou des Entwurfs: zwei Sonnenterrassen, die über dem Wasser schweben.

    Foto: scapa - landschaftsarchitekten
  • Auf der Südseite hat sich in den letzten Jahren ohnehin schon mehr getan als gegenüber: (V.r.n.l.) Das Wolfgang-Borchert-Theater ist in den umgebauten Flechtheimspeicher gezogen. Auch der Rhenusspeicher wurde kernsaniert. Neu ist der Bürokomplex "Dock 14", in dem ein Dutzend Firmen untergebracht sind.

    Foto: Oliver Werner
  • Daneben hat der "SuperBioMarkt" eine neue Zentrale gebaut. 

    Foto: Oliver Werner
  • Schließlich hat die Hafenkäserei eine Heimat in Münster gefunden.

    Foto: Oliver Werner
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