Serie: Europa lebt in Münster
Ein Leben zwischen Gent und Münster

Münster -

Prof. Lut Missinne ist eine überzeugte Europäerin. Jede Woche pendelt sie zwischen ihrem Arbeitsplatz in Münster und ihrem Wohnort, der belgischen Stadt Gent. Ein Thema umtreibt die Wissenschaftlerin derzeit ganz besonders.

Dienstag, 07.05.2019, 10:00 Uhr
Prof. Dr. Lut Missinne arbeitet seit mehr als zwei Jahrzehnten an der Universität Münster. Foto: privat

Prof. Dr. Lut Missinne ist nicht nur überzeugte Europäerin – die Belgierin lebt Europa. In der Woche pendelt sie zwischen ihrem Arbeitsplatz – dem Institut für Niederländische Philologie an der Universität Münster – und ihrem Wohnort Gent. Ihr Mann arbeitet in Brüssel, von dort fährt sie immer mal wieder nach Paris, Amsterdam oder London, um sich eine Kunstausstellung anzuschauen.

Wenn noch Zeit bleibt, besucht sie einen ihrer beiden Söhne, der in Wien studiert. „Europa ist wichtig“, sagt Missinne. „Es ist der einzige Zukunftsweg. Die großen Pro­bleme unserer Zeit lassen sich nicht auf nationalstaatlicher Ebene lösen.“

Pendeln zwischen den beiden schönsten Städten

Seit mehr als 20 Jahren lebt die 58-Jährige in Münster – zumindest für ein paar Tage die Woche, bevor es zur Familie nach Gent zurückgeht. „Ich pendele zwischen zwei der schönsten Städte Europas“, sagt die Wissenschaftlerin.

Dabei musste sie sich erst ein wenig an Münster gewöhnen, wie sie einräumt. „Eine sehr angenehme Stadt. Doch die Münsteraner sind etwas stur. In Belgien sieht man die Menschen viel öfter lachen. Aber wenn man die Münsteraner anspricht, dann sind sie sehr hilfsbereit.“ Nach ihrer Emeritierung, sagt sie, wird sie ganz nach Gent zurückgehen.

Klima ist das wichtigste Thema

Als eines der wichtigsten Themen der Zeit bezeichnet Lut Missinne den Klimawandel. „Soweit möglich, fahre ich am Wochenende immer mit dem Zug von Münster nach Belgien“, berichtet sie. Und auch wieder zurück. Wenn der Arbeitstag an der Universität vorbei ist, dann zieht es sie oft an ihren Lieblingsplatz in Münster. „Auf die Terrasse des Marktcafés, mit Blick auf den Dom, dort schmeckt der Flammkuchen so gut.“ Ein Gericht, das in Deutschland genauso beliebt ist wie in Frankreich – und so perfekt zu einer Europäerin passt.

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