Europawahl
Alle EU-Länder sind vertreten

Münster -

22.000 Menschen mit erster Staatsangehörigkeit aus anderen EU-Ländern dürfen in Münster ihr Kreuz auf dem Europawahlschein machen. Doch woher kommen sie? Ein Ranking.

Sonntag, 26.05.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 26.05.2019, 14:50 Uhr
Foto: dpa

289 413 der rund 310 000 Münsteraner sind am Sonntag zur EU-Wahl aufgerufen. Neben den 277 500 Münsteranern mit deutscher Staatsangehörigkeit sind es knapp 22 000 Menschen mit erster Staatsangehörigkeit aus anderen EU-Ländern. Die Statistik vom Stichtag 31. Dezember 2018 zeigt, dass alle 28 Länder durch Staatsangehörige in Münster vertreten sind.

Die meisten von ihnen, nämlich 2249, kommen aus Polen – ihre Zahl ist gegenüber der Europa-Wahl 2014 um 100 angestiegen. Platz zwei hält Portugal, trotz leicht abnehmender Zahl der in Münster gemeldeten Portugiesen, vor Italien. Die Gruppe der Italiener ist seit 2014 um rund 250 Personen gewachsen. Stark zugenommen hat mit 300 Personen auch die Gruppe der Bulgaren. Länder mit einem nennenswerten Plus seit 2014 sind außerdem Rumänien (plus 288), Kroatien (plus 97), Lettland (plus 55) und Litauen (plus 40).

Viele Briten beantragen deutschen Pass

Die Zahl der in Münster gemeldeten Briten hat seit der vergangenen Europawahl um 87 abgenommen. Viele der in Münster lebenden Briten haben seit dem Brexit-Votum 2016 zusätzlich einen deutschen Pass beantragt. Allein 2019 waren es im April bereits 93.

Sogar aus den drei kleinsten EU-Ländern Estland, Luxemburg und den Inselstaaten Zypern und Malta gibt es Menschen, die in Münster wohnen. Aus Zypern sind es immerhin neun, von den insgesamt laut Statistik rund 460 000 Maltesern lebt ein einziger in Münster.

Zwei Wahlscheine erhalten

Die Staatsangehörigen aus den EU-Ländern können beantragen, in Münster an der Wahl teilzunehmen. Die Daten in den Wählerverzeichnissen werden ausgetauscht. Normalerweise, denn ein in Münster lebender Niederländer hatte zwei Wahlscheine erhalten: einen aus Münster und einen aus den Niederlanden. Ein Einzelfall, betont die Stadt Münster.

Wer zweimal abstimmt, begeht eine Straftat. Für Furore hatte nach der letzten Europawahl 2014 Giovanni di Lorenzo, Herausgeber der Wochenzeitung „Zeit“ gesorgt. Er besitzt die italienische Staatsbürgerschaft und gab zu, zweimal abgestimmt zu haben.

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