Warnstreik bei Sanotact
Gewerkschaft fordert 6,5-Prozent-Plus

Münster -

Beschäftigte der Firma Sanotact haben am Dienstagmittag für einige Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie beteiligten sich an einem Warnstreik, zu dem die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen hatte. Diese will damit den Druck in den seit Anfang April laufenden Tarifverhandlungen erhöhen.

Dienstag, 11.06.2019, 21:00 Uhr aktualisiert: 11.06.2019, 21:10 Uhr
Rund 70 bis 80 Beschäftigte begrüßte NGG-Gewerkschaftssekretär Piet Meyer (r.) vor den Toren des Betriebes. Foto: Matthias Ahlke

Die Gespräche seien nach zwei Verhandlungsrunden ohne Ergebnis vertagt worden, heißt es in einer Pressemitteilung der NGG . Die nächste Verhandlung für die Süßwarenindustrie an Rhein und Ruhr, zu der auch die Sanotact im Industriegebiet Hessenweg gehört, werden am heutigen Mittwoch fortgeführt. Die Gewerkschaft fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt.

„Der Vorschlag der Arbeitgeber von 2,4 Prozent für dieses Jahr und 2,0 Prozent Entgelterhöhung im nächsten Jahr reicht gerade aus, um die gestiegenen Lebenshaltungskosten zu decken“, kritisiert Helge Adolphs, NGG-Geschäftsführer der Region Münsterland.

Er erinnert daran, dass die Lebenshaltungskosten zuletzt sprunghaft angestiegen seien. „Gerade Mieten, Benzin und Lebensmittel fressen einen großen Teil der Einkommen der Beschäftigten auf. Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Tariflöhne nicht abgehängt werden“, so Adolphs.

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