Liederfestival der Shanty-Chöre
„Vom Aaseestrand zur Waterkant“

Münster -

Erstmals veranstaltete der Marine-Shanty-Chor in Münster am Sonntag auf dem Gelände des Mühlenhof-Freilichtmuseums am Aasee ein Internationales Shanty-Festival unter dem Motto „Vom Aaseestrand zur Waterkant“. Die Resonanz war sehr gut.

Sonntag, 15.09.2019, 19:30 Uhr
Maritime Stimmung auf dem Mühlenhof: Zum 1. Internationalen Shanty-Festival auf dem Areal des Freilichtmuseums am Aasee kamen am Sonntag mehrere Tausend Musikfreunde. Foto: hpe

Mit einer so großen Resonanz hat selbst „Berufsoptimist“ Eckhard Lechermann , Vorsitzender des Marine-Shanty-Chors Münster, nicht gerechnet: Schon um 11 Uhr gibt es am Sonntagmorgen weit und breit um das Mühlenhof-Gelände an der Sentruper Höhe keine freien Parkplätze mehr, bis zum Nachmittag besuchen mehrere tausend Musikfreunde das 1. Internationale Shanty-Festival unter dem Motto „Vom Aasee-strand zur Waterkant“.

Mit rund 500 Sängern von 16 Shantychören und Gruppen ist der Tag der Seemannslieder im Schatten der Bockwindmühle laut Lechermann „das größte Festival dieser Art im Binnenland“.

Oberbürgermeister Markus Lewe hatte Lechermann auf die Idee gebracht, doch mal mit den befreundeten Gruppen einen großen Aufschlag in Münster zu machen. Lechermann: „Ein Jahr Vorbereitung haben sich gelohnt. Die drei Bühnen zwischen den historischen Bauernhäusern sind der perfekte Ort für so ein Treffen unter Freunden.“

Im 121. Jahr des Bestehens hat Lechermann seinen Chor wieder auf die Erfolgsspur gebracht, die Zahl der Aktiven ist von 32 auf 67 Sänger gestiegen, zum facettenreichen Lieder-Repertoire gehören inzwischen 160 Titel, und statt der zehn Auftritte vor einiger Zeit sind es nun jährlich 70 Gastspiele. „Wir bieten auch moderne Lieder, fokussieren uns nicht nur auf typisch maritime Songs und präsentieren Hits in englischer Sprache. So erreichen wir auch die Jugend und können ein Konzert für jeden Geschmack gestalten“, meint Lechermann.

Die Chöre kommen aus Wilhelmshaven, Lohnde, Gütersloh oder Freudenberg. Der Zeemanskoor aus dem niederländischen Apeldoorn bereichert das achtstündige Non-Stop-Programm.

Mit dabei sind Trommler der Musikschule Wolbeck. Lechermann: „Wir kehren so zu den Ursprüngen der seemännischen Musik zurück. Früher waren es Trommler, die auf den Booten den Takt für den Ruderschlag oder das Hissen der Segel vorgaben.“

Beeindruckt von der Location sind die Gastchöre. „Ein optimaler Ort, Vergangenheit und Gegenwart miteinander zu verbinden“, so Horst Wozny von der Marinekameradschaft Kamen-Bergkamen aus Rünthe.

2021 plant Lechermann eine Neuauflage des Festival-Sonntags für alle Freunde von Seemannsliedern.

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