Nahverkehr in Münster
Busfahren zum Nulltarif an vier Adventssamstagen

Münster -

Münster unternimmt etwas gegen den Verkehrsinfarkt im Advent: Wer mit dem Bus fährt, darf sich freuen.

Mittwoch, 09.10.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 09.10.2019, 20:08 Uhr
  Foto: Oliver Werner

Kostenloses Busfahren in Münster ist alsbald keine reine Träumerei mehr: Zumindest an den vier Adventssamstagen dieses Jahres soll ein solches Angebot helfen, die kritische Verkehrs­situation in der Stadt zu entspannen. Ein entsprechender Vorschlag von CDU und Grünen fand am Mittwoch im Haupt- und Finanzausschuss des Rates eine klare Mehrheit. Die dafür entstehenden zusätzlichen Kosten in Höhe von 450 000 Euro sollen den Stadtwerken aus dem städtischen Haushalt erstattet werden.

An den Adventssamstagen sei bei einem Nulltarif mit steigenden Fahrgastzahlen zu rechnen. Man geht von insgesamt 118.000 bis 141.000 Buskunden pro Adventssamstag im Stadtverkehr aus. Im vergangenen Jahr nutzten im Mittel rund 95 000 Fahrgäste pro Adventssamstag die Busse, wie es heißt.

Um dem durch den Null­tarif erwarteten Anstieg Rechnung zu tragen, sollen die Stadtwerke ihre Be­förderungskapazitäten entsprechend erweitern. Auch eine bessere Anbindung von Park-and-Ride-Plätzen wird in den Blick genommen.

Angebotsausweitung & Nachfrageimpulse

Von einem „starken verkehrspolitischen Signal der Stadt Münster mit überregionaler Strahlkraft“ spricht die Stadtwerke-Geschäftsführung mit Blick auf die kostenlose Nutzung des ÖPNV sowie der damit einhergehenden Angebotsausweitung. Weitere Nachfrageimpulse, also neue Buskunden, werden im Nachgang erwartet.

Das Angebot hat natürlich seinen Preis: So werden für Taktverdichtung und zusätzliche Fahrzeuge 100.000 Euro fällig, mit Blick auf Ein­nahmeausfälle beim Ticketverkauf und Ausgleichsleistungen für Abonnenten sind 350.000 Euro veranschlagt.

Der Vorschlag kam dem Vernehmen nach vonseiten der CDU und fiel beim ­grünen Bündnispartner auf fruchtbaren Boden.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6990486?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Christina Schulze Föcking möchte nicht Landrätin werden
Landrat Klaus Effing geht - aber Christina Schulze Föcking möchte nicht übernehmen.
Nachrichten-Ticker