Klimadiskussion im Kirchenfoyer
Ein Weckruf für die Politiker

Münster -

Zwei Stunden lang wurde Donnerstagabend sehr engagiert im vollen Kirchenfoyer über das Thema „Was darf uns der Klimaschutz kosten?“ diskutiert. Unter anderem dabei: „Die Schwarze mit dem grünen Daumen“.

Freitag, 14.06.2019, 18:00 Uhr
Sibylle Benning (4.v.r.) und Michael Tillmann (3.v.r., Klimainitiative Münster) Foto: Maria Conlan

Eingeladen hatte die Klimainitiative, als Gast diskutierte CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Sibylle Benning mit. Michael Tillmann von der Initiative stellte Benning als „Schwarze mit dem grünen Daumen“ vor. Schließlich ist Benning Landschaftsgärtnerin und -planerin. Sie sprach von Schwierigkeiten, in den eigenen parteipolitischen Reihen ihr Klimaschutzanliegen voranzubringen.

Das Ergebnis der Europawahl sieht sie als Weckruf. Für ihre Politik bedeute das: „Wir müssen was tun, wir wissen es schon lange“, und sie erfahre dadurch jetzt stärkeren Rückhalt. Der Großteil des Publikums, darunter auch Mitglieder der Klimainitiative sowie der Vereinigung Parents for Future war sehr gut vorbereitet und stellte immer wieder konkrete Fragen, machte Vorschläge, wies auf Missstände und politische Ungereimtheiten hin.

Forderungen aus dem Publikum

Benning betonte, dass sich dieses Umweltbewusstsein nicht auf die Allgemeinbevölkerung übertragen lasse und weitere Bewusstseinsbildung vonnöten sei. Bei vielen Fragen und Lösungsvorschlägen verwies sie auf nötiges europaweites Handeln beziehungsweise eine globale Verantwortung. Mehrfach betonte sie, dass sie sich einen sozial verträglichen wirtschaftlichen Wandel wünsche, durch zügige, effiziente Maßnahmen gegen einen CO2-Anstieg.

Das Publikum bemängelte die Subventionierung des FMO, forderte Erhöhung der Kerosinsteuer, höhere Besteuerung von Fleischwaren und eine stärkere Subventionierung von erneuerbaren Energien. Benning erwähnte, dass Bahnfahren günstiger werden müsse, mahnte an verbraucherbewussteres Verhalten.

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