Batterieforschungszentrum
Im Hansa-Business-Park entsteht Zukunft

Münster-Amelsbüren -

Wochenlang hallte das Donnergrollen einiger Ministerpräsidenten nach. Sie mochten sich partout nicht damit abfinden, dass Münster den Zuschlag für die „Forschungsfertigung Batteriezelle“ (FFB) erhalten hatte. Bei der Wirtschaftsförderung Münster, die den Hansa-Business-Parks betreibt, hat man es mit Gelassenheit gesehen.

Sonntag, 18.08.2019, 11:26 Uhr aktualisiert: 18.08.2019, 13:46 Uhr
Foto: Krause (ARTVISU)

„Das waren wohl schlechte Verlierer, würde ich sagen“, erklärt Dieter Schewetzky . Vielleicht habe man sich andernorts zu sicher gefühlt, die Fördergelder des Bundes in Höhe von 500 Millionen Euro einstreichen zu können. Jedenfalls sei die Kritik am Standort Münster fachlich nicht begründet.

Münster könne mit Professor Martin Winter und seinem Team am Batterieforschungszen­trum „Meet“ jede Menge Know-how und exzellente Fachkräfte vorweisen. Hinzu komme die Kooperation mit den Aachener Forschern. Es geht um den Einstieg Deutschlands in eine eigene Serienproduktion großer Batteriezellen. Und dieser Einstieg soll im Hansa-Business-Park erfolgen. Es gibt derzeit nicht viele Zukunftsthemen, die mit mehr Spannung verfolgt werden.

Entsprechend kräftig mitgefiebert wurde, als die Entscheidung in Berlin per Live­stream verkündet wurde. Für den Hansa-Business-Park, der sich in den vergangenen knapp zehn Jahren „super entwickelt“ habe, wie Schewetzky sagt, sei der Zuschlag für Münster ein „Highlight“.

Fabrik soll 2021 an den Start gehen

Direkt an der Autobahn am Schnittpunkt mit dem Dortmund-Ems-Kanal befindet sich das knapp 40.000 Quadratmeter große Grundstück für den künftigen Hotspot der Batterieforschung in Münster.

Weitere 1,6 Hektar für spätere Erweiterungen sind reserviert. Zudem wird mit der Ansiedlung weiterer hoch spezialisierter Firmen gerechnet.

Noch steht der Mais hoch auf dem Acker. Die ausgebauten Parkbuchten sind bei Truckern als ruhiges Nacht- oder Wochenendquartier beliebt. Nicht einmal ein Bauschild kündet bislang von Dingen, die in Kürze kommen sollen. Wenn die Fabrik bereits 2021 an den Start gehen soll, wird sich das schon bald massiv ändern.

Schon jetzt ist absehbar: Stadtweit werden in Münster die Gewerbeflächen knapp. Man befinde sich unter dem Wert, der 2016 im „Handlungskonzept Gewerbe“ als Minimum festgeschrieben worden sei, sagt Schewetzky. Insofern stellt er fest: „Wir brauchen eine Flächenperspektive.“

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