Neues und altes Leben auf Gut Heidhorn
Eine Kraftanstrengung wert

Münster-Hiltrup/Amelsbüren -

Auf Heidhorn wird an den 100. Todestag des Stifters Joseph Hötte erinnert. Er sei bekannt gewesen für seine Freigiebigkeit. Die Stiftung überrascht ihrerseits mit einer Ankündigung.

Donnerstag, 10.10.2019, 21:30 Uhr aktualisiert: 11.10.2019, 12:38 Uhr
Mit ihrem Besuch zeigten vier Schwestern von der Göttlichen Vorsehung ihre Verbundenheit zu ihrer alten Wirkungsstätte auf Gut Heidhorn. Die Stiftungsvorstände Hermann Walter (2.v.r.) und Reinhard Feldmeier (r.) begrüßten die Ordensschwestern mit Freude. Foto: gro

Stiftungen sind unsterblich, so heißt ein oft zitiertes Wort. Joseph Hötte dürfte in dem großen Spektrum sozialer Stiftungen in Münster bereits vor mehr als 100 Jahren für seine eigene Stiftung gute Überlebenschancen gesehen haben, erläuterte der Historiker Dr. Ralf Klötzer . Allerdings bedarf es immer wieder neuer Anstrengungen, eine Stiftung und damit das Erbe des Stifters lebendig zu halten.

Auf Heidhorn scheint das gegenwärtig gut zu gelingen. Als Aktivposten erweist sich die Nabu-Naturschutzstation. Im Sommer wurden neue Angebote geschaffen, Natur zu erleben und erfahrbar zu machen. Zudem betreiben die Alexianer ein Altenheim mit 52 Plätzen.

Im Jahr des 100. Todestages von Joseph Hötte stechen auch einige Aktivitäten der Stiftung hervor: Die Krypta mit den prachtvollen Särgen der Familie Hötte ist zugänglich. In dem Fachwerkspeicher, der bereits 2012 restauriert wurde, ist eine Dauerausstellung zu sehen, die über den Stifter und das Wirken der Stiftung Heidhorn informiert. Passend dazu legt Sibylle Brackmann eine reich bebilderte Publikation vor.

Geblieben ist der enge Kontakt zu den Schwestern von der Göttlichen Vorsehung. Bis zum Jahr 2001 hatten sie segensreich gewirkt. Vier Schwestern – darunter Herwigis als letzte Oberin auf Heidhorn und Schwester Arntraud, die noch lange Jahre in Amelsbüren gelebt hat – kamen zur Feierstunde mit Nachbarn und Pächtern, Freunden und Partnern der Stiftung. Überraschend war ein Urgroßneffe des Stifters erschienen.Klemens Hötte war aus Essen angereist.

„Joseph Hötte hat seinen ungewöhnlichen Reichtum nicht verprasst, sondern in einem unfassbaren Ausmaß für soziale, karitative und kulturelle Zwecke gespendet“, würdigte Hermann Walter den Stifter. In diesem Sinne wolle man jetzt den Umbau zweier Scheunen angehen, kündigte Stiftungsvorstand Reinhard Feldmeier an. „Das ist schon eine Kraftanstrengung wert.“

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