Superintendent zur Nachfolgeregelung für Pfarrer Hawerkamp
Stelle soll „zeitnah“ besetzt werden

Münster-Südost -

Pfarrer Hawerkamp sitzt sprichwörtlich auf gepackten Koffern. Wie berichtet, wird sich der Pfarrer der evangelischen Friedenskirche Angelmodde/Gremmendorf am 7. Juli nach fast 18 Jahren von seiner Gemeinde verabschieden, um eine neue Stelle in Kenias Hauptstadt Nairobi anzutreten. „Wie geht es weiter?“, fragen sich viele Gemeindeglieder. „Wir arbeiten daran, dass die Stelle zeitnah wieder besetzt wird“, erklärte der Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Ulf Schlien auf Anfrage unserer Zeitung.

Dienstag, 28.05.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 28.05.2019, 18:44 Uhr
Am 7. Juli verabschiedet sich Pfarrer Hawerkamp mit einem Gottesdienst von der Friedenskirchen-Gemeinde. Wann die Pfarrstelle neu besetzt wird, ist noch ungewiss. Foto: isa

Dennoch wird dieser Prozess einige Zeit in Anspruch nehmen. Zunächst ist der Kreissynodalvorstand am Zug. Das Leitungsgremium des Kirchenkreises muss die Wiederbesetzung der Stelle genehmigen. Wovon man offenbar ausgeht. „Sobald die Genehmigung vorliegt, wird das Presbyterium der Friedensgemeinde die Stelle ausschreiben“. so Schlien . Das Gemeindegremium mache sich bereits Gedanken, wie diese Ausschreibung aussehen könne.

Für den Zeitplan ist zu berücksichtigen, dass die Ferienzeit vor der Tür steht, was erfahrungsgemäß zu Verzögerungen führt. „Wir bemühen uns um schnelle Nachfolge, aber auch wenn wir ganz fix sind, werden wir erst Ende des Jahres einen Pfarrer oder eine Pfarrerin haben“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende des Presbyteriums, Beate S. Herbers.

Für einige Monate muss also eine Zwischenlösung gefunden werden. „Vergangene Woche hat es bereits Beratungen mit dem Presbyterium und der Gemeinde gegeben“, erklärt Ulf Schlien dazu. Für die Übergangszeit würden Verabredungen zur pfarrlichen Versorgung der Friedenskirchengemeinde getroffen.

Zusammen mit dem Kirchenkreis Münster soll ein Gottesdienstfahrplan für die Friedenskirche erstellt werden. Auch für besondere seelsorgerische Gelegenheiten, wie etwa Beerdigungen, werde es Lösungen geben, erklärt der Superintendent. Und: „Wir haben die Gemeinde ermuntert, in den Sommerferien etwas kompakter zu verfahren.“

Zum Glück pflegt die Friedenskirchengemeinde eine Kooperation mit der Christuskirche in Wolbeck/Albersloh. So feiern beide Gemeinden gemeinsam Gottesdienst, wenn es einen fünften Sonntag im Monat gibt, sowie an ausgewählten Feiertagen. Außerdem gibt der Pfarrer der Christuskirchengemeinde Dr. Christian Plate absprachegemäß 15 Prozent seiner Tätigkeit an die Friedenskirchengemeinde ab, die von dort refinanziert werden.

Sicherlich werde Dr. Plate in der Übergangszeit vermehrt in der Friedenskirche einspringen, erläutert der Superintendent. Aber auch hier seien persönliche Urlaubsplanungen zu respektieren. Insgesamt würden verschiedene Nachbargemeinden bei der Gottesdienstplanung berücksichtigt.

Die Frage, ob der Weggang von Pfarrer Hawerkamp überraschend kam, beantwortet Schlien mit großer Gelassenheit: „Bei guten und qualifizierten Theologen muss man immer damit rechnen, dass diese sich verändern wollen.“

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